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Ökobilanzielle Bewertung von Wohnbauten – Teil 2: Detailbetrachtungen und Ausblick
Die Reduktion von Treibhausgasemissionen im Bau‐ und Gebäudebereich, einschließlich vor‐ und nachgelagerter Branchen, ist zentral für den Klimaschutz und die nachhaltige Entwicklung. In Deutschland wird intensiv diskutiert, wie Anforderungen zur Begrenzung der Emissionen im Lebenszyklus von Gebäuden in das Ordnungsrecht integriert werden könnten. Das Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN) nutzt bereits konkrete Berechnungsansätze und Anforderungsniveaus, die auf den Regeln und Datengrundlagen des Indikators „Treibhausgase und Primärenergie im Lebenszyklus“ des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG) basieren. Im zweiten Teil der Beitragsreihe werden die Resultate einer Analyse der Lebenszyklus‐Emissionen von Wohnbauten vorgestellt, die Teil des Forschungsberichts „Klimafreundliche Wohnbauten – Erprobung und Weiterentwicklung von Grundlagen der Ökobilanzierung“ sind. Thematisiert werden die Anteile gebäudebezogener sowie nutzungsbedingter Emissionen, der Einfluss von Kellern und Tiefgaragen, die Wahl der Bezugsfläche sowie die Auswirkungen von PV‐Anlagen unter veränderten klimatischen Bedingungen. Es wird auch diskutiert, welche Konsequenzen diese Erkenntnisse für Planungsprozesse und Produktentwicklungen haben. Ein Ausblick auf die nächsten Schritte und erwartbare Veränderungen rundet den Beitrag ab. Die Autoren laden ein, sich mit den Empfehlungen auseinanderzusetzen, um einen Beitrag zur Minderung der Emissionen im Bau‐ und Gebäudebereich zu leisten.
Life cycle assessment of residential buildings – Part 2: Detailed considerations and outlook
The reduction of greenhouse gas emissions in the construction and building sector is crucial for climate protection and sustainable development. Germany is debating how to integrate requirements for limiting emissions in the life cycle of buildings into regulatory law. The ′Climate‐friendly new build′ funding program already uses specific calculation approaches and requirement levels based on the ′Greenhouse gases and primary energy in the life cycle′ indicator of the Sustainable Building Quality Seal. An analysis of life cycle emissions of residential buildings reveals insights into building‐ and use‐related emissions, the impact of basements and underground garages, the choice of reference area, and the effects of PV systems under changing climatic conditions. The findings have implications for planning processes and product development. The article concludes by urging readers to consider the recommendations to help reduce emissions in the construction and building sector.
Ökobilanzielle Bewertung von Wohnbauten – Teil 2: Detailbetrachtungen und Ausblick
Die Reduktion von Treibhausgasemissionen im Bau‐ und Gebäudebereich, einschließlich vor‐ und nachgelagerter Branchen, ist zentral für den Klimaschutz und die nachhaltige Entwicklung. In Deutschland wird intensiv diskutiert, wie Anforderungen zur Begrenzung der Emissionen im Lebenszyklus von Gebäuden in das Ordnungsrecht integriert werden könnten. Das Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN) nutzt bereits konkrete Berechnungsansätze und Anforderungsniveaus, die auf den Regeln und Datengrundlagen des Indikators „Treibhausgase und Primärenergie im Lebenszyklus“ des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG) basieren. Im zweiten Teil der Beitragsreihe werden die Resultate einer Analyse der Lebenszyklus‐Emissionen von Wohnbauten vorgestellt, die Teil des Forschungsberichts „Klimafreundliche Wohnbauten – Erprobung und Weiterentwicklung von Grundlagen der Ökobilanzierung“ sind. Thematisiert werden die Anteile gebäudebezogener sowie nutzungsbedingter Emissionen, der Einfluss von Kellern und Tiefgaragen, die Wahl der Bezugsfläche sowie die Auswirkungen von PV‐Anlagen unter veränderten klimatischen Bedingungen. Es wird auch diskutiert, welche Konsequenzen diese Erkenntnisse für Planungsprozesse und Produktentwicklungen haben. Ein Ausblick auf die nächsten Schritte und erwartbare Veränderungen rundet den Beitrag ab. Die Autoren laden ein, sich mit den Empfehlungen auseinanderzusetzen, um einen Beitrag zur Minderung der Emissionen im Bau‐ und Gebäudebereich zu leisten.
Life cycle assessment of residential buildings – Part 2: Detailed considerations and outlook
The reduction of greenhouse gas emissions in the construction and building sector is crucial for climate protection and sustainable development. Germany is debating how to integrate requirements for limiting emissions in the life cycle of buildings into regulatory law. The ′Climate‐friendly new build′ funding program already uses specific calculation approaches and requirement levels based on the ′Greenhouse gases and primary energy in the life cycle′ indicator of the Sustainable Building Quality Seal. An analysis of life cycle emissions of residential buildings reveals insights into building‐ and use‐related emissions, the impact of basements and underground garages, the choice of reference area, and the effects of PV systems under changing climatic conditions. The findings have implications for planning processes and product development. The article concludes by urging readers to consider the recommendations to help reduce emissions in the construction and building sector.
Ökobilanzielle Bewertung von Wohnbauten – Teil 2: Detailbetrachtungen und Ausblick
Vukadinovic, Mario (author) / Lützkendorf, Thomas (author) / Maas, Anton (author) / Schlitzberger, Stephan (author) / Höttges, Kirsten (author) / Dorff, Frederic (author) / Lange, Georg (author) / König, Holger (author)
Bauphysik ; 47 ; 1-14
2025-02-01
14 pages
Article (Journal)
Electronic Resource
German
Lebenszyklusanalyse , Ökobilanzierung , Wohnbauten , Treibhausgasemissionen , Bezugsfläche , Erstaufwand , Klimawandel , Datengrundlagen life cycle analysis , life cycle assessment , residential buildings , greenhouse gas emissions , reference area , initial expenditure , climate change , data basis