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Zur Sanierung von Stahl‐Kassettenwänden
Die Sanierung von Stahl‐Kassettenwänden in Bestandsgebäuden bietet ein erhebliches Potenzial zur Energieeinsparung. Die insbesondere bei Nichtwohngebäuden häufig genutzte mehrschalige Konstruktionsweise, bestehend aus raumabschließenden, ausgedämmten Kassettenprofilen und einer Außenschale, entspricht ohne Zusatzdämmung nicht den heutigen Anforderungen an die thermische Qualität von Gebäudehüllen. Im vorliegenden Aufsatz werden neben dem vollständigen Austausch des gesamten Wandaufbaus zwei Möglichkeiten zur Sanierung vorgestellt, bei denen die vorhandenen Kassettenprofile bestehen bleiben und somit der laufende Betrieb im Gebäude aufrechterhalten werden kann. Zum einen ist eine Sanierung mit Stahl‐Sandwichelementen möglich, zum anderen können mehrteilige Distanzkonstruktionen mit einer zusätzlichen Dämmebene genutzt werden. Die vorgestellten Untersuchungen zeigen, dass beide Varianten eine erhebliche Reduktion der Wärmedurchgangskoeffizienten des Wandaufbaus und somit eine Verbesserung der thermischen Qualität ermöglichen. Bei der Sanierung sind außerdem statische Anforderungen gemäß den aktuellen technischen Baubestimmungen einzuhalten. Neben veränderten Windlastannahmen sind eine ausreichende Stabilisierung der Kassettenprofile und der Abtrag der vertikalen Lasten aus dem Eigengewicht der Zusatzkonstruktion zu berücksichtigen.
Refurbishment of steel liner tray constructions
The refurbishment of steel liner tray walls in existing buildings has considerable potential for energy savings. This multi‐shell construction method often used in non‐residential buildings, consisting of room‐enclosing liner trays filled with insulation and an outer shell, does not meet today‘s requirements for the thermal quality of building envelopes. In addition to the complete replacement of the entire wall structure, this article presents two refurbishment options that allow the existing liner trays to be retained, thereby maintaining the ongoing operation of the building. One is the refurbishment using steel sandwich elements, while another is a multi‐part spacer construction with an additional layer of insulation. The presented investigations show that both options enable a significant reduction of the thermal transfer coefficients of the wall construction and thus an improvement in thermal quality of the building envelope. The structural requirements in accordance with the current technical building regulations must also be considered for the refurbishment. In addition to modified wind load assumptions, a sufficient stabilisation of the liner trays and the transfer of vertical loads from the dead weight of the additional construction must be taken into account.
Zur Sanierung von Stahl‐Kassettenwänden
Die Sanierung von Stahl‐Kassettenwänden in Bestandsgebäuden bietet ein erhebliches Potenzial zur Energieeinsparung. Die insbesondere bei Nichtwohngebäuden häufig genutzte mehrschalige Konstruktionsweise, bestehend aus raumabschließenden, ausgedämmten Kassettenprofilen und einer Außenschale, entspricht ohne Zusatzdämmung nicht den heutigen Anforderungen an die thermische Qualität von Gebäudehüllen. Im vorliegenden Aufsatz werden neben dem vollständigen Austausch des gesamten Wandaufbaus zwei Möglichkeiten zur Sanierung vorgestellt, bei denen die vorhandenen Kassettenprofile bestehen bleiben und somit der laufende Betrieb im Gebäude aufrechterhalten werden kann. Zum einen ist eine Sanierung mit Stahl‐Sandwichelementen möglich, zum anderen können mehrteilige Distanzkonstruktionen mit einer zusätzlichen Dämmebene genutzt werden. Die vorgestellten Untersuchungen zeigen, dass beide Varianten eine erhebliche Reduktion der Wärmedurchgangskoeffizienten des Wandaufbaus und somit eine Verbesserung der thermischen Qualität ermöglichen. Bei der Sanierung sind außerdem statische Anforderungen gemäß den aktuellen technischen Baubestimmungen einzuhalten. Neben veränderten Windlastannahmen sind eine ausreichende Stabilisierung der Kassettenprofile und der Abtrag der vertikalen Lasten aus dem Eigengewicht der Zusatzkonstruktion zu berücksichtigen.
Refurbishment of steel liner tray constructions
The refurbishment of steel liner tray walls in existing buildings has considerable potential for energy savings. This multi‐shell construction method often used in non‐residential buildings, consisting of room‐enclosing liner trays filled with insulation and an outer shell, does not meet today‘s requirements for the thermal quality of building envelopes. In addition to the complete replacement of the entire wall structure, this article presents two refurbishment options that allow the existing liner trays to be retained, thereby maintaining the ongoing operation of the building. One is the refurbishment using steel sandwich elements, while another is a multi‐part spacer construction with an additional layer of insulation. The presented investigations show that both options enable a significant reduction of the thermal transfer coefficients of the wall construction and thus an improvement in thermal quality of the building envelope. The structural requirements in accordance with the current technical building regulations must also be considered for the refurbishment. In addition to modified wind load assumptions, a sufficient stabilisation of the liner trays and the transfer of vertical loads from the dead weight of the additional construction must be taken into account.
Zur Sanierung von Stahl‐Kassettenwänden
Kuhnhenne, Markus (author) / Pauli, Gesa (author) / Pyschny, Dominik (author)
Stahlbau ; 93 ; 738-746
2024-11-01
9 pages
Article (Journal)
Electronic Resource
German
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