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Prognose von Siedlungsabfällen
Untersuchungen zu determinierenden Faktoren und methodischen Ansätzen
In dieser Arbeit wurde bezugnehmend auf die Berliner Abfallwirtschaft gezeigt, 1. welche Sachverhalte besonders relevant für Abfallprognosen sind und 2. wie die Erstellung solcher Prognosen durch die Anwendung einer formalisierten Szenario-Technik operationalisiert werden kann. Es wurden acht Schlüsselfaktoren und sie näher beschreibende Merkmale ermittelt, um eine fundierte Basis für weitere Prognosen von Siedlungsabfallmengen darzustellen. Darüber hinaus wurden zwei Grundszenarien konstruiert, die mögliche, alternative Entwicklungen für Berlin bis zum Jahr 2020 beschreiben. Diese Ergebnisse wurden durch die Kombination von Methoden zur Wissenserfassung mit quantitativen Verfahren (Konsistenz- und Clusteranalyse) gelöst. Die Erstellung der Szenarien war angelehnt an die Vorgehensweise einer formalisierten Szenario-Technik, des Szenario-Managements. Die methodenkritische Diskussion ergab, daß die entwickelten Methoden den Anforderungen der üblichen Gütemaße - Konkordanz, Reliabilität, Validität und Utilität - gerecht wurden. Lediglich die Reduktion der Konsistenzmatrix sowie die Konstruktion der Zukunftsprojektionen weisen Aspekte auf, die in anderen Forschungsarbeiten gesondert behandelt werden sollten. Alle hier vorgestellten Methoden und Verfahren können im Rahmen der Abfallwirtschaftsplanung eingesetzt werden. Hinsichtlich einer erhöhten Effektivität zur Erstellung von Abfallszenarien wird empfohlen, besonders folgenden Punkten Rechnung zu tragen: 1. Bei der Festlegung von Zukunftsprojektionen sollten sehr weite Wissens- und Informationspools herangezogen werden; möglicherweise auch solche, die eher selten mit der einschlägigen abfallwirtschaftlichen Problematik in Berührung kommen. 2. Die Erfassung und Auswertung von Konsistenzwerten ist den Analysen von subjektiven Wahrscheinlichkeiten vorzuziehen. Die erstellten Szenarien können pauschal auf ihre Wahrscheinlichkeit hin beurteilt werden. 3. Die Clusterung in Rohszenarien ist weniger von der Auswahl der (hierarchischen) Fusionierungsverfahren abhängig. Ausschlaggebend für die entsprechenden Analysen ist die Größe der Anfangspartition, d.h. die Anzahl der zu erarbeitenden Projektionsbündel. Bei ihrer Ermittlung muß mit erhöhtem Aufwand und Anforderungen an mathematisch-statitischer Kompetenz gerechnet werden. Die Komplexität der abfallwirtschaftlichen Phänomene in Zusammenhang mit dem noch theoriearmen Wissenskontext lassen nur sehr kleine Spielräume für effektive Abfallprognosen offen. Diese Spielräume können sinnvoll ausgenutzt werden, indem neben den üblichen Heuristiken auf formalisierte Szenario-Techniken zurückgegriffen wird.
Prognose von Siedlungsabfällen
Untersuchungen zu determinierenden Faktoren und methodischen Ansätzen
In dieser Arbeit wurde bezugnehmend auf die Berliner Abfallwirtschaft gezeigt, 1. welche Sachverhalte besonders relevant für Abfallprognosen sind und 2. wie die Erstellung solcher Prognosen durch die Anwendung einer formalisierten Szenario-Technik operationalisiert werden kann. Es wurden acht Schlüsselfaktoren und sie näher beschreibende Merkmale ermittelt, um eine fundierte Basis für weitere Prognosen von Siedlungsabfallmengen darzustellen. Darüber hinaus wurden zwei Grundszenarien konstruiert, die mögliche, alternative Entwicklungen für Berlin bis zum Jahr 2020 beschreiben. Diese Ergebnisse wurden durch die Kombination von Methoden zur Wissenserfassung mit quantitativen Verfahren (Konsistenz- und Clusteranalyse) gelöst. Die Erstellung der Szenarien war angelehnt an die Vorgehensweise einer formalisierten Szenario-Technik, des Szenario-Managements. Die methodenkritische Diskussion ergab, daß die entwickelten Methoden den Anforderungen der üblichen Gütemaße - Konkordanz, Reliabilität, Validität und Utilität - gerecht wurden. Lediglich die Reduktion der Konsistenzmatrix sowie die Konstruktion der Zukunftsprojektionen weisen Aspekte auf, die in anderen Forschungsarbeiten gesondert behandelt werden sollten. Alle hier vorgestellten Methoden und Verfahren können im Rahmen der Abfallwirtschaftsplanung eingesetzt werden. Hinsichtlich einer erhöhten Effektivität zur Erstellung von Abfallszenarien wird empfohlen, besonders folgenden Punkten Rechnung zu tragen: 1. Bei der Festlegung von Zukunftsprojektionen sollten sehr weite Wissens- und Informationspools herangezogen werden; möglicherweise auch solche, die eher selten mit der einschlägigen abfallwirtschaftlichen Problematik in Berührung kommen. 2. Die Erfassung und Auswertung von Konsistenzwerten ist den Analysen von subjektiven Wahrscheinlichkeiten vorzuziehen. Die erstellten Szenarien können pauschal auf ihre Wahrscheinlichkeit hin beurteilt werden. 3. Die Clusterung in Rohszenarien ist weniger von der Auswahl der (hierarchischen) Fusionierungsverfahren abhängig. Ausschlaggebend für die entsprechenden Analysen ist die Größe der Anfangspartition, d.h. die Anzahl der zu erarbeitenden Projektionsbündel. Bei ihrer Ermittlung muß mit erhöhtem Aufwand und Anforderungen an mathematisch-statitischer Kompetenz gerechnet werden. Die Komplexität der abfallwirtschaftlichen Phänomene in Zusammenhang mit dem noch theoriearmen Wissenskontext lassen nur sehr kleine Spielräume für effektive Abfallprognosen offen. Diese Spielräume können sinnvoll ausgenutzt werden, indem neben den üblichen Heuristiken auf formalisierte Szenario-Techniken zurückgegriffen wird.
Prognose von Siedlungsabfällen
Untersuchungen zu determinierenden Faktoren und methodischen Ansätzen
Forecasting of Municipal Waste
Karavezyris, Vassilios (Autor:in)
2000
Sonstige
Elektronische Ressource
Unbekannt
DDC:
710
Editorial - Behandlung von Siedlungsabfällen
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Behandlung von Siedlungsabfällen - Rechtliche Entwicklungen in der Abfallwirtschaft
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|Behandlung von Siedlungsabfällen - Nährstoffgehalt und -verfügbarkeit des Klärschlamms
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