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Fritz von Emperger lebte von 1862 bis 1942 und gilt als Pionier des Stahlbaus. Seine Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Verbundstützen waren wegweisend und haben Einfluss auch noch auf heutige Konstruktionen und Bemessungsgrundlagen. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts kam von Emperger zu dem Schluss, dass sich die Bruchlast einer Eisenbetonsäule aus der Summe zweier Festigkeiten bildet, die vom Verhältnis der beiden Elastizitätskoeffizienten nicht abhängt. Diese Überlegung wurde als Additionsgesetz bekannt und später erweitert. 1911 erhielt Emperger ein Patent auf eine hohle Gusseisensäule mit einem Mantel aus eingeschnürtem Beton, bei der die Abstände der Querbewehrung des Mantels gleich oder kleiner als die Manteldicke waren. Diese erste Emperger-Verbundstütze wurde in den USA, Tschechien und Österreich häufig eingesetzt, im eigenen Land fehlten die Vorschriften, für die aufgrund des bestehenden Patentanspruches auch niemand die nötigen Versuche finanzieren wollte. Aus diesem Grund gab Emperger 1928 die Ansprüche auf. In den Folgejahren gab es zahlreiche Versuchsreihen mit betongefüllten Stahlstützen und profilbewehrten Betonstützen, deren Ergebnisse in die DIN 1045 von 1943 einflossen. In der Fassung von 1972 hieß es dann, betonummantelte Stahlstützen seien so zu bemessen, dass das Stahlprofil die Last alleine aufnehmen könne. Die Stahlkernstütze von Boll ist der Emperger-Stütze sehr ähnlich, doch auch dieses Konzept scheiterte an fehlenden behördlichen Zulassungen. So setzte sich die Stütze in Europa erst sehr allmählich durch. Das Additionsgesetz aber findet sich auch heute noch in der Berechnung gedrungener Stahlbetonstützen sowie im vereinfachten Verfahren des Eurocode 4.
Fritz von Emperger lebte von 1862 bis 1942 und gilt als Pionier des Stahlbaus. Seine Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Verbundstützen waren wegweisend und haben Einfluss auch noch auf heutige Konstruktionen und Bemessungsgrundlagen. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts kam von Emperger zu dem Schluss, dass sich die Bruchlast einer Eisenbetonsäule aus der Summe zweier Festigkeiten bildet, die vom Verhältnis der beiden Elastizitätskoeffizienten nicht abhängt. Diese Überlegung wurde als Additionsgesetz bekannt und später erweitert. 1911 erhielt Emperger ein Patent auf eine hohle Gusseisensäule mit einem Mantel aus eingeschnürtem Beton, bei der die Abstände der Querbewehrung des Mantels gleich oder kleiner als die Manteldicke waren. Diese erste Emperger-Verbundstütze wurde in den USA, Tschechien und Österreich häufig eingesetzt, im eigenen Land fehlten die Vorschriften, für die aufgrund des bestehenden Patentanspruches auch niemand die nötigen Versuche finanzieren wollte. Aus diesem Grund gab Emperger 1928 die Ansprüche auf. In den Folgejahren gab es zahlreiche Versuchsreihen mit betongefüllten Stahlstützen und profilbewehrten Betonstützen, deren Ergebnisse in die DIN 1045 von 1943 einflossen. In der Fassung von 1972 hieß es dann, betonummantelte Stahlstützen seien so zu bemessen, dass das Stahlprofil die Last alleine aufnehmen könne. Die Stahlkernstütze von Boll ist der Emperger-Stütze sehr ähnlich, doch auch dieses Konzept scheiterte an fehlenden behördlichen Zulassungen. So setzte sich die Stütze in Europa erst sehr allmählich durch. Das Additionsgesetz aber findet sich auch heute noch in der Berechnung gedrungener Stahlbetonstützen sowie im vereinfachten Verfahren des Eurocode 4.
Fritz von Emperger - Verbundbaupionier
Eggemann, H. (Autor:in)
Beton- und Stahlbetonbau ; 98 ; 701-705
2003
5 Seiten, 9 Bilder, 31 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
Fritz von Emperger ‐ Verbundbaupionier
Wiley | 2003
|BERICHTE - Fritz von Emperger -- Verbundbaupionier
Online Contents | 2003
|Use emperger columns on 17-story building
Engineering Index Backfile | 1928
Eine Güteprobe für Beton, System Dr. von Emperger
UB Braunschweig | 1911
|Eine Güteprobe für Beton, System Dr. von Emperger
TIBKAT | 1911
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