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Auswahl von Blitzschutzmaßnahmen nach DIN EN 62305 (VDE 0185-305-x)
Mit der Veröffentlichung der Blitzschutznormenreihe DIN EN 62305 (VDE 0185-305-x) im Jahr 2006 ergeben sich im Besonderen im Teil 2 'Risikomanagement' wesentliche Neuerungen. Neben neuen Parametern und Berechnungsverfahren kommt vertieft die wirtschaftliche Komponente zur Notwendigkeit und Auswahl von Schutzmaßnahmen zur Geltung. Die Grundlagen, die Änderungen und die Software, mit deren Hilfe die Berechnungen erfolgen werden erläutert. Verfahren und Daten zur Berechnung des Schadenrisikos bei Blitzeinschlägen in bauliche Anlagen und zur Auswahl von Blitzschutzmaßnahmen enthält die DIN EN 62305-2 (Blitzschutz - Teil 2: Risikomanagement). Das Gesamtrisiko für einen Blitzschaden ist nach der Norm die Summe über alle für die jeweilige Schadenart relevanten Risikokomponenten, die sich zusammensetzen aus der Häufigkeit von gefährlichen Ereignissen, den Schadenswahrscheinlichkeiten und den Verlusten. Die sich aus verschiedenen Schadenquellen (Einschlagstellen) und Schadenursachen ergebenden Risikokomponenten sind in einer Matrix-Darstellung zusammengestellt. Bei der Entscheidung über die Auswahl von Blitzschutzmaßnahmen ist zu prüfen, ob das für die jeweils relevanten Schadenarten L1, L2 und L3 ermittelte Schadenrisiko einen akzeptierbaren (also noch tolerierbaren) Wert überschreitet oder nicht. Für viele bauliche Anlagen ist die Schadenart L4 'wirtschaftliche Verluste' relevant ist. Hier kann nicht mehr mit einem akzeptierbaren Schadenrisiko gearbeitet werden. Vielmehr ist zu vergleichen, ob sich die Schutzmaßnahmen aus ökonomischer Sicht begründen lassen. Als Berechnungshilfen für die komplexen Berechnungen nach der Norm werden folgende drei Software-Werkzeuge angegeben: (1) Tabellenkalkulationsprogramme wie MS-Excel (das Beiblatt 2 zur Norm enthält eine solche Berechnungshilfe), (2) der vereinfachte Blitz-Risiko-Rechner Sirac (Simplified IEC Risk Assessment Calculator), der als Anhang J integraler Bestandteil der Norm ist und (3) kommerzielle Programme auf der Basis von Datenbanken, die die volle Funktionalität der neuen Norm widerspiegeln und darüber hinaus auch noch die Bearbeitung und Speicherung weiterer Projektdaten und weitere Berechnungen zulassen. Diese ermöglichen auch die Durchführung der Risikoanalysen bei wirtschaftlichen Verlusten.
Auswahl von Blitzschutzmaßnahmen nach DIN EN 62305 (VDE 0185-305-x)
Mit der Veröffentlichung der Blitzschutznormenreihe DIN EN 62305 (VDE 0185-305-x) im Jahr 2006 ergeben sich im Besonderen im Teil 2 'Risikomanagement' wesentliche Neuerungen. Neben neuen Parametern und Berechnungsverfahren kommt vertieft die wirtschaftliche Komponente zur Notwendigkeit und Auswahl von Schutzmaßnahmen zur Geltung. Die Grundlagen, die Änderungen und die Software, mit deren Hilfe die Berechnungen erfolgen werden erläutert. Verfahren und Daten zur Berechnung des Schadenrisikos bei Blitzeinschlägen in bauliche Anlagen und zur Auswahl von Blitzschutzmaßnahmen enthält die DIN EN 62305-2 (Blitzschutz - Teil 2: Risikomanagement). Das Gesamtrisiko für einen Blitzschaden ist nach der Norm die Summe über alle für die jeweilige Schadenart relevanten Risikokomponenten, die sich zusammensetzen aus der Häufigkeit von gefährlichen Ereignissen, den Schadenswahrscheinlichkeiten und den Verlusten. Die sich aus verschiedenen Schadenquellen (Einschlagstellen) und Schadenursachen ergebenden Risikokomponenten sind in einer Matrix-Darstellung zusammengestellt. Bei der Entscheidung über die Auswahl von Blitzschutzmaßnahmen ist zu prüfen, ob das für die jeweils relevanten Schadenarten L1, L2 und L3 ermittelte Schadenrisiko einen akzeptierbaren (also noch tolerierbaren) Wert überschreitet oder nicht. Für viele bauliche Anlagen ist die Schadenart L4 'wirtschaftliche Verluste' relevant ist. Hier kann nicht mehr mit einem akzeptierbaren Schadenrisiko gearbeitet werden. Vielmehr ist zu vergleichen, ob sich die Schutzmaßnahmen aus ökonomischer Sicht begründen lassen. Als Berechnungshilfen für die komplexen Berechnungen nach der Norm werden folgende drei Software-Werkzeuge angegeben: (1) Tabellenkalkulationsprogramme wie MS-Excel (das Beiblatt 2 zur Norm enthält eine solche Berechnungshilfe), (2) der vereinfachte Blitz-Risiko-Rechner Sirac (Simplified IEC Risk Assessment Calculator), der als Anhang J integraler Bestandteil der Norm ist und (3) kommerzielle Programme auf der Basis von Datenbanken, die die volle Funktionalität der neuen Norm widerspiegeln und darüber hinaus auch noch die Bearbeitung und Speicherung weiterer Projektdaten und weitere Berechnungen zulassen. Diese ermöglichen auch die Durchführung der Risikoanalysen bei wirtschaftlichen Verlusten.
Auswahl von Blitzschutzmaßnahmen nach DIN EN 62305 (VDE 0185-305-x)
Kern, Alexander (Autor:in) / Schelthoff, Christof (Autor:in)
etz Elektrotechnik und Automation ; 128 ; 83-90
2007
8 Seiten, 8 Bilder, 5 Tabellen, 13 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
Berechnungskomplexität , Berechnungsprogramm , Berechnungsverfahren , Berührungsspannung , Blitzschlag , Blitzschutz , Datenbank , DIN-Norm , elektrischer Schlag , Excel (Anwender-Software) , Gebäude , Häufigkeit , Kosten-Nutzen-Analyse , Lebewesen , Matrix (Zahlenschema) , Normung , Risiko , Risikoanalyse , Risikobewertung , Risikomanagement , Schadensfall , Schadenursache , Schrittspannung , Schutzmaßnahme , Software-Paket , Software-Werkzeug , Tabellenkalkulationsprogramm , Verletzung , Wahrscheinlichkeit , Wirtschaftlichkeit
Blitzschutzmassnahmen in Gasverdichterstationen fuer Steuer- und Regelanlagen
Tema Archiv | 1976
|Neue Blitzschutz-Normen (1). Reihe VDE V 0185 (Vornorm)
Tema Archiv | 2002
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