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Nutzung und Stimulierung der Eigendynamik bei der ökologischen Sanierung von Fließgewässern
Im Beitrag werden am Beispiel der Sanierung des Klosterbaches Technologien der Stimulierung von eigendynamischen Prozessen beschrieben und erste Ergebnisse zur morphologischen Entwicklung des Fließgewässers diskutiert. Das Einzugsgebiet (EZG) des Klosterbaches gehört mit einer Größe von 6956 ha zu den kleineren Einzugsgebieten des Ostseeküstenraumes. Mit der Komplexmelioration ab den 70er-Jahren setzte hier eine tiefgreifende Umgestaltung des Entwässerungssystems und der Bachläufe ein. Große Abschnitte wurden verrohrt bzw. drainiert. In den Jahren 2004 bis 2006 ergab sich die Möglichkeit, einen ca. 2,4 km langen, stark degradierten Bereich zu sanieren. Die Sohlbreite betrug 8 - 10 m, die Böschung war im unteren Drittel mit 1:1 sowie in den oberen zwei Dritteln mit 1:2 geneigt. Zur Wiederherstellung naturraumtypischer Sohl- und Uferstrukturen wurden zwei Methoden vorgesehen: (1) naturnah profilierte Sohl- und Böschungsbereiche mit wechselnden Böschungsneigungen sowie (2) gezielter Einbau von Störelementen zur Strömungsauslenkung. Betrug die Wassertiefe im Klosterbach bei MQ vor und unmittelbar nach Einbau der Elemente um 0,50 m, so variiert sie nun in den Abschnitten des Gleithanges, der Längsbänke und Furten zwischen 0,05 - 0,15 m sowie im Bereich der tiefsten Kolke am Prallhang zwischen 0,70 - 1,20 m.
Nutzung und Stimulierung der Eigendynamik bei der ökologischen Sanierung von Fließgewässern
Im Beitrag werden am Beispiel der Sanierung des Klosterbaches Technologien der Stimulierung von eigendynamischen Prozessen beschrieben und erste Ergebnisse zur morphologischen Entwicklung des Fließgewässers diskutiert. Das Einzugsgebiet (EZG) des Klosterbaches gehört mit einer Größe von 6956 ha zu den kleineren Einzugsgebieten des Ostseeküstenraumes. Mit der Komplexmelioration ab den 70er-Jahren setzte hier eine tiefgreifende Umgestaltung des Entwässerungssystems und der Bachläufe ein. Große Abschnitte wurden verrohrt bzw. drainiert. In den Jahren 2004 bis 2006 ergab sich die Möglichkeit, einen ca. 2,4 km langen, stark degradierten Bereich zu sanieren. Die Sohlbreite betrug 8 - 10 m, die Böschung war im unteren Drittel mit 1:1 sowie in den oberen zwei Dritteln mit 1:2 geneigt. Zur Wiederherstellung naturraumtypischer Sohl- und Uferstrukturen wurden zwei Methoden vorgesehen: (1) naturnah profilierte Sohl- und Böschungsbereiche mit wechselnden Böschungsneigungen sowie (2) gezielter Einbau von Störelementen zur Strömungsauslenkung. Betrug die Wassertiefe im Klosterbach bei MQ vor und unmittelbar nach Einbau der Elemente um 0,50 m, so variiert sie nun in den Abschnitten des Gleithanges, der Längsbänke und Furten zwischen 0,05 - 0,15 m sowie im Bereich der tiefsten Kolke am Prallhang zwischen 0,70 - 1,20 m.
Nutzung und Stimulierung der Eigendynamik bei der ökologischen Sanierung von Fließgewässern
Thiele, Volker (Autor:in) / Lüdecke, Klaudia (Autor:in) / Wanke, Hardo (Autor:in)
Wasser und Abfall ; 9 ; 14-19
2007
6 Seiten, 7 Bilder, 9 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
Grundbegriffe der ökologischen Sanierung
Springer Verlag | 2018
|Bäche und Flüsse naturnah : Verbesserung des ökologischen Zustandes von Fliessgewässern
UB Braunschweig | 1986
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