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LCKW-Sanierung mithilfe des Düsenstrahlverfahrens. Ehemalige Knochenmühle Brand - ein alter Standort mit neuen Perspektiven
Die Knochenmühle Brand in Langenfeld wurde seit dem Bau im Jahr 1937 bis zum Beginn der 80er-Jahre betrieben. In der Anlage wurden Knochen gebrochen, um anschließend in so genannten Extraktoren entfettet zu werden. Als Extraktionsmittel wurde zunächst Benzin eingesetzt, das Anfang der 70er-Jahre durch das Lösemittel Tetrachlorethen (Per) ersetzt wurde. Per ist chemisch den leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) zuzuordnen. Die für den Standort festgelegten Sanierungsmaßnahmen setzen sich aus den folgenden Komponenten zusammen: Auskoffern und Verfüllen mit sauberem Bodenmaterial, Bodenaustausch bzw. Immobilisierung der hoch belasteten Bereiche mit dem Düsenstrahlverfahren bis in eine Tiefe von 5,5 m, Installation von drei Sanierungsbrunnen, Monitoring zur Ermittlung des Sanierungserfolges sowie Sanierung des Grundwassers mit Pump-and-Treat (wenn erforderlich). Beim Düsenstrahlverfahren wird unter hohem Druck (ca. 400 bar) die umliegende Bodenmatrix mit einem Strahl der Düssuspension (eine Wasser-Zement-Suspension) aufgelöst und die entstehende Boden-/Zementsuspension als Rückflussmaterial durch den Ringraum nach außen gefördert. Durch langsames Ziehen des Bohrgestänges bei gleichzeitiger Rotation der Bohrkrone wird ein zylindrischer Mörtelkörper im Boden erzeugt. Hierbei vermischen sich der aufgelöste Boden und die eingetragene Wasser-Zement-Suspension. Die nach Einbringung der Düskörper in den Boden gemessenen Gehalte an LCKW zeigen bislang überwiegend eine Halbierung der Schadstoffkonzentrationen.
LCKW-Sanierung mithilfe des Düsenstrahlverfahrens. Ehemalige Knochenmühle Brand - ein alter Standort mit neuen Perspektiven
Die Knochenmühle Brand in Langenfeld wurde seit dem Bau im Jahr 1937 bis zum Beginn der 80er-Jahre betrieben. In der Anlage wurden Knochen gebrochen, um anschließend in so genannten Extraktoren entfettet zu werden. Als Extraktionsmittel wurde zunächst Benzin eingesetzt, das Anfang der 70er-Jahre durch das Lösemittel Tetrachlorethen (Per) ersetzt wurde. Per ist chemisch den leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) zuzuordnen. Die für den Standort festgelegten Sanierungsmaßnahmen setzen sich aus den folgenden Komponenten zusammen: Auskoffern und Verfüllen mit sauberem Bodenmaterial, Bodenaustausch bzw. Immobilisierung der hoch belasteten Bereiche mit dem Düsenstrahlverfahren bis in eine Tiefe von 5,5 m, Installation von drei Sanierungsbrunnen, Monitoring zur Ermittlung des Sanierungserfolges sowie Sanierung des Grundwassers mit Pump-and-Treat (wenn erforderlich). Beim Düsenstrahlverfahren wird unter hohem Druck (ca. 400 bar) die umliegende Bodenmatrix mit einem Strahl der Düssuspension (eine Wasser-Zement-Suspension) aufgelöst und die entstehende Boden-/Zementsuspension als Rückflussmaterial durch den Ringraum nach außen gefördert. Durch langsames Ziehen des Bohrgestänges bei gleichzeitiger Rotation der Bohrkrone wird ein zylindrischer Mörtelkörper im Boden erzeugt. Hierbei vermischen sich der aufgelöste Boden und die eingetragene Wasser-Zement-Suspension. Die nach Einbringung der Düskörper in den Boden gemessenen Gehalte an LCKW zeigen bislang überwiegend eine Halbierung der Schadstoffkonzentrationen.
LCKW-Sanierung mithilfe des Düsenstrahlverfahrens. Ehemalige Knochenmühle Brand - ein alter Standort mit neuen Perspektiven
Dinkelmann, Thomas (Autor:in) / Müller, Engelbert (Autor:in) / Stupp, Hans Dieter (Autor:in)
WLB - Wasser, Luft und Boden ; 52 ; TT21-TT24
2008
4 Seiten, 9 Bilder
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
P3.04: Entwicklung eines Bio-Elektro-Verfahrens zur In-situ-Sanierung von LCKW-Schaden
British Library Conference Proceedings | 2006
|Bonn Perspektiven fur das ehemalige Regierungsviertel
British Library Online Contents | 2001