Eine Plattform für die Wissenschaft: Bauingenieurwesen, Architektur und Urbanistik
Stollenvortrieb und Schachtabteufen zum Bau eines Aufzuges zur Burg Altena
Beschrieben werden im Beitrag die bergmännischen Arbeiten für den Stollenvortrieb und das Schachtabteufen zum Bau eines Aufzuges zur Burg Altena. Das Stollenbauwerk weist eine Gesamtlänge von etwa 90 m auf. Am Stollenende wurde eine Kaverne aufgefahren, die später zur Aufnahme der Technik sowie als Aufzugsvorraum dient. Sämtliche Vortriebsarbeiten erfolgten konventionell, d.h. mittels Bohr- und Sprengarbeit. Zum Einsatz kamen für das Herstellen der Sprengbohrlöcher ein elektrohydraulischer, einarmiger Bohrwagen und zur Richtungs- und Profilvermessung ein Tunnel-Beamer. Die Vermessungsmethode hatte den Vorteil, dass immer ein identisches, optimal abgestimmtes Bohrschema vorgegeben war und somit der Mehrausbruch auf ein Minimum reduziert werden konnte. Um ein absolut dichtes Stollenbauwerk zu gewährleisten, wurden auf den Ausgleichsspritzbeton zunächst ein Drainflies als Schutzschicht sowie anschließend eine Kunststoffdichtungsbahn (KDB) als Regenschirmabdichtung aufgebracht. Der Ausbau des Vorschachtes erfolgte mit einer im Mittel 40 cm dicken, mehrfach bewehrten Spritzbetonschale, die mittels 6 m langer Felsnägel rückverankert wurde. Zur Vorbereitung der Abteufarbeiten wurde über dem Schachtkopf eine Stahlbühne montiert, auf der eine Raisebohrmaschine vom Typ Wirth HG 160 mit einer elektrischen Antriebsleistung von 160 kW installiert wurde. Mit dieser Maschine wurde in Schachtmitte zunächst eine Spülbohrung mit einem Durchmesser von 216 mm mittels Rollenmeissel niedergebracht. Die Aufweitung der Pilotbohrung auf einen Durchmesser von 1400 mm erfolgte im Raisebohrverfahren (von unten nach oben), wobei die Bohrmaschine mit einer maximalen Vorschubkraft von 200 t arbeitete.
Stollenvortrieb und Schachtabteufen zum Bau eines Aufzuges zur Burg Altena
Beschrieben werden im Beitrag die bergmännischen Arbeiten für den Stollenvortrieb und das Schachtabteufen zum Bau eines Aufzuges zur Burg Altena. Das Stollenbauwerk weist eine Gesamtlänge von etwa 90 m auf. Am Stollenende wurde eine Kaverne aufgefahren, die später zur Aufnahme der Technik sowie als Aufzugsvorraum dient. Sämtliche Vortriebsarbeiten erfolgten konventionell, d.h. mittels Bohr- und Sprengarbeit. Zum Einsatz kamen für das Herstellen der Sprengbohrlöcher ein elektrohydraulischer, einarmiger Bohrwagen und zur Richtungs- und Profilvermessung ein Tunnel-Beamer. Die Vermessungsmethode hatte den Vorteil, dass immer ein identisches, optimal abgestimmtes Bohrschema vorgegeben war und somit der Mehrausbruch auf ein Minimum reduziert werden konnte. Um ein absolut dichtes Stollenbauwerk zu gewährleisten, wurden auf den Ausgleichsspritzbeton zunächst ein Drainflies als Schutzschicht sowie anschließend eine Kunststoffdichtungsbahn (KDB) als Regenschirmabdichtung aufgebracht. Der Ausbau des Vorschachtes erfolgte mit einer im Mittel 40 cm dicken, mehrfach bewehrten Spritzbetonschale, die mittels 6 m langer Felsnägel rückverankert wurde. Zur Vorbereitung der Abteufarbeiten wurde über dem Schachtkopf eine Stahlbühne montiert, auf der eine Raisebohrmaschine vom Typ Wirth HG 160 mit einer elektrischen Antriebsleistung von 160 kW installiert wurde. Mit dieser Maschine wurde in Schachtmitte zunächst eine Spülbohrung mit einem Durchmesser von 216 mm mittels Rollenmeissel niedergebracht. Die Aufweitung der Pilotbohrung auf einen Durchmesser von 1400 mm erfolgte im Raisebohrverfahren (von unten nach oben), wobei die Bohrmaschine mit einer maximalen Vorschubkraft von 200 t arbeitete.
Stollenvortrieb und Schachtabteufen zum Bau eines Aufzuges zur Burg Altena
Geuer, Michael (Autor:in) / Ahlbrecht, Thomas (Autor:in)
Bergbau ; 64 ; 357-360
2013
4 Seiten, 18 Bilder
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
Für die Burg Altena, gegen ihre Zerstörung!
DataCite | 1907
|Neuartiges Bauverfahren für Schachtabteufen
Tema Archiv | 2004