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Spannstahlbrüche durch Verwendung chloridhaltigen Reparaturmörtels
Bei einer in Längsrichtung mit Bündelspanngliedern vorgespannten Hohlkastenbrücke wurden im Rahmen der Hauptprüfung nach DIN 1076 auf der Innenseite der Stege Verfärbungen des Betons festgestellt, die auf die Korrosion der darunter befindlichen Bewehrung hindeuteten. Die Brücke war mit vergütetem Spannstahl der Sorte St 135/150,8 mm voll vorgespannt. Beim Vorspannen kam es zum Reißen einzelner Drähte in den Spanngliedern der Stege, die nachträglich mit vergütetem Spannstahl der Sorte St 145/160 ersetzt wurden. Nach dem Vorspannen wurden die Hüllrohre mit alkalischem Einpreßmörtel verpreßt. Im Rahmen der Schadensanalyse wurde festgestellt, daß die Chloridgehalte des Reparaturmörtels deutlich oberhalb der für die Korrosion im Spannbeton als unschädlich angesehenen Grenze von 0,2 Masse-% (bezogen auf den Zementgehalt) lagen. In einigen Fällen waren auch die Chloridgehalte des Einpreßmörtels stark erhöht. Vermutlich war dem Reparaturmörtel Calciumchlorid als Abbindebeschleuniger zugesetzt worden. Verschärfend kam hinzu, daß es sich bei der eingesetzten Stahlsorte um einen gegenüber Spannungsrißkorrosion vergleichsweise empfindlichen Stahl handelt, so daß nach der Rißeinleitung ein Weiterreißen mit nachfolgendem Bruch begünstigt wurde. Die eindeutig auf hohe Chloridgehalte des Reparaturmörtels zurückzuführenden Schäden konnten nur dadurch saniert werden, daß der gesamte Reparaturmörtel einschließlich der Nachbarbereiche großflächig entfernt wurde.
Spannstahlbrüche durch Verwendung chloridhaltigen Reparaturmörtels
Bei einer in Längsrichtung mit Bündelspanngliedern vorgespannten Hohlkastenbrücke wurden im Rahmen der Hauptprüfung nach DIN 1076 auf der Innenseite der Stege Verfärbungen des Betons festgestellt, die auf die Korrosion der darunter befindlichen Bewehrung hindeuteten. Die Brücke war mit vergütetem Spannstahl der Sorte St 135/150,8 mm voll vorgespannt. Beim Vorspannen kam es zum Reißen einzelner Drähte in den Spanngliedern der Stege, die nachträglich mit vergütetem Spannstahl der Sorte St 145/160 ersetzt wurden. Nach dem Vorspannen wurden die Hüllrohre mit alkalischem Einpreßmörtel verpreßt. Im Rahmen der Schadensanalyse wurde festgestellt, daß die Chloridgehalte des Reparaturmörtels deutlich oberhalb der für die Korrosion im Spannbeton als unschädlich angesehenen Grenze von 0,2 Masse-% (bezogen auf den Zementgehalt) lagen. In einigen Fällen waren auch die Chloridgehalte des Einpreßmörtels stark erhöht. Vermutlich war dem Reparaturmörtel Calciumchlorid als Abbindebeschleuniger zugesetzt worden. Verschärfend kam hinzu, daß es sich bei der eingesetzten Stahlsorte um einen gegenüber Spannungsrißkorrosion vergleichsweise empfindlichen Stahl handelt, so daß nach der Rißeinleitung ein Weiterreißen mit nachfolgendem Bruch begünstigt wurde. Die eindeutig auf hohe Chloridgehalte des Reparaturmörtels zurückzuführenden Schäden konnten nur dadurch saniert werden, daß der gesamte Reparaturmörtel einschließlich der Nachbarbereiche großflächig entfernt wurde.
Spannstahlbrüche durch Verwendung chloridhaltigen Reparaturmörtels
Fracture of prestressing steel wires due to application of chloride containing repair mortar
Mietz, J. (Autor:in) / Fischer, J. (Autor:in)
Materials and Corrosion ; 47 ; 157-158
1996
2 Seiten, 1 Bild, 1 Tabelle, 2 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
Bestimmung der Haerte nach Wartha in stark chloridhaltigen Waessern
Engineering Index Backfile | 1932
|Zur Deckschichtbildung an feuerverzinkten Betonstählen in chloridhaltigen Mörteln
TIBKAT | 2023
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