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Neuer Weichenstandard für Hochgeschwindigkeit. Erhöhte vertikale Elastizität
Geschwindigkeiten von mehr als 200 km/h erzeugen bei Anwendung der gewohnten Konstruktionsgrundsätze einen hohen Instandhaltungsaufwand in Weichen. Die Kenntnis der Ursachen hat in der Weichenindustrie grundlegende Entwicklungen ausgelöst, die in den letzten drei Jahren auf Ausbaustrecken und im Hochgeschwindigkeitsverkehr erprobt wurden. Die Ergebnisse der begleitenden Messungen sowie die praktischen Erfahrungen bei der Montage, dem Einbau und der Instandhaltung der neuen Weichenkomponenten unter den Bedingungen der DBAG (Deutsche Bahn AG) waren Grundlage der weiteren konstruktiven Durchbildung. Resultat ist ein neuer Weichenstandard für den Hochgeschwindigkeitsbereich der DBAG. Bei der neuen Bauart wurde die vertikale Elastizität des Oberbaus in Weichen durch eine elastische Rippenplattenlagerung erreicht. Die Lagerung einer Schiene als durchgehender Balken auf vielen Stützpunkten führt zu einer Verteilung von punktförmig eingeleiteten Radlasten auf mehrere Stützpunkte. Verringert man die vertikale Federsteifigkeit der Stützpunkte, so bewirkt man eine Verteilung der Radlast auf eine größere Anzahl von Schwellen, indem die Einsenkung der Schiene vergrößert und die Biegelinie der Schiene verlängert wird. Dadurch wird auch bei Schwellenhohllage der Belastungsanstieg deutlich reduziert. Es wurde eine ERL (Elastische Rippenplattenlagerung) entwickelt. Durch eine auf der Oberseite angeordnete Elastomerfeder wird eine Vorspannung der unter der Rippenplatte befindlichen Elastomerfeder erzeugt, die deren Federkennlinie verkürzt. Messungen ergaben, daß die ERL zu kleinen und gleichmäßigen Setzungen führt, Schiene und Schwelle dynamisch entkoppelt, festgestellte Schwellenhohllagen sich nicht vergrößern und das verwendete Elastomer auch bei tiefen Temperaturen gute Eigenschaften aufweist.
Neuer Weichenstandard für Hochgeschwindigkeit. Erhöhte vertikale Elastizität
Geschwindigkeiten von mehr als 200 km/h erzeugen bei Anwendung der gewohnten Konstruktionsgrundsätze einen hohen Instandhaltungsaufwand in Weichen. Die Kenntnis der Ursachen hat in der Weichenindustrie grundlegende Entwicklungen ausgelöst, die in den letzten drei Jahren auf Ausbaustrecken und im Hochgeschwindigkeitsverkehr erprobt wurden. Die Ergebnisse der begleitenden Messungen sowie die praktischen Erfahrungen bei der Montage, dem Einbau und der Instandhaltung der neuen Weichenkomponenten unter den Bedingungen der DBAG (Deutsche Bahn AG) waren Grundlage der weiteren konstruktiven Durchbildung. Resultat ist ein neuer Weichenstandard für den Hochgeschwindigkeitsbereich der DBAG. Bei der neuen Bauart wurde die vertikale Elastizität des Oberbaus in Weichen durch eine elastische Rippenplattenlagerung erreicht. Die Lagerung einer Schiene als durchgehender Balken auf vielen Stützpunkten führt zu einer Verteilung von punktförmig eingeleiteten Radlasten auf mehrere Stützpunkte. Verringert man die vertikale Federsteifigkeit der Stützpunkte, so bewirkt man eine Verteilung der Radlast auf eine größere Anzahl von Schwellen, indem die Einsenkung der Schiene vergrößert und die Biegelinie der Schiene verlängert wird. Dadurch wird auch bei Schwellenhohllage der Belastungsanstieg deutlich reduziert. Es wurde eine ERL (Elastische Rippenplattenlagerung) entwickelt. Durch eine auf der Oberseite angeordnete Elastomerfeder wird eine Vorspannung der unter der Rippenplatte befindlichen Elastomerfeder erzeugt, die deren Federkennlinie verkürzt. Messungen ergaben, daß die ERL zu kleinen und gleichmäßigen Setzungen führt, Schiene und Schwelle dynamisch entkoppelt, festgestellte Schwellenhohllagen sich nicht vergrößern und das verwendete Elastomer auch bei tiefen Temperaturen gute Eigenschaften aufweist.
Neuer Weichenstandard für Hochgeschwindigkeit. Erhöhte vertikale Elastizität
New switch-point standard for high speeds gives greater vertical elasticity
Maurer, T. (Autor:in) / Dietze, H.U. (Autor:in)
ETR - Eisenbahntechnische Rundschau ; 45 ; 785-791
1996
7 Seiten, 11 Bilder, 1 Tabelle, 6 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
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