Eine Plattform für die Wissenschaft: Bauingenieurwesen, Architektur und Urbanistik
Über das Verformungsverhalten von Stahlbeton-Rahmenecken und -knoten
In Ergänzung von Versuchsberichten über die Bewehrungsführung in Rahmenecken und -knoten, und veranlaßt durch die Einführung des neuen Betonstabstahls BSt 500/550 wurde das Tragverhalten und das Verformungsverhalten von sechs Stahlbeton-Rahmentragwerken mit wirklichkeitsnahen Abmessungen studiert. Angestrebt wurde eine Betonfestigkeitsklasse von 40 N/mm2 und eine baupraktisch ausgeführte Bewehrungsauslegung. Die Auswirkungen üblicher Gebrauchslasten wurden mittels Schwellbelastung mit 10000 Lastspielen zwischen 50 % und 110 % simuliert. Als Rahmentragwerke wurden Zweigelenkrahmen mit positivem und negativem Eckmoment und H-Rahmen verwendet. Abmessungen, Belastungsbedingungen sowie Schnittgrößen nach der Elastizitätstheorie und Zustand I werden grafisch dargstellt. Die neuen Versuchsergebnisse zeigten im Vergleich zu veröffentlichten Ergebnissen mit BSt 420/500 etwas geringere Wirkungsgrade, was auf die im Gebrauchszustand und im Grenzzustand der Tragfähigkeit deutlich höheren Stahlspannungen zurückgeführt wird, wodurch höhere Betonpressungen vor allem im Abbiegungsbereich der Bewehrungsstäbe entstehen. Das Verformungsverhalten in Rahmenecken und Rahmenendknoten bestätigt die empfohlene Bewehrungsführung in Ecken mit positivem Moment und die Ausführung von übergreifenden, schlaufenförmigen Biegungen der Biegezugbewehrung. Schrägbewehrungen erzielen hohe Eck-und Knotensteifigkeiten und geringe Rißbreiten, können aber durch Zulagen zu den Biegezubewehrungen mit halbem Querschnitt ersetzt werden. Für die Anwendbarkeit des Traglastverfahrens wird das Bauteilverhalten im Bereich großer Rotationen untersucht. Kriterium ist die sogenannte plastische Rotation, wobei die Rotationsfähigkeit von wesentlich mehr Parametern abhängt als im Eurocode 2 beschrieben. Bei den Versuchen wurde als Biegebewehrung Stabstahl der Klasse H verwendet. Es wird nachgewiesen, daß bei der Bemessung von Rahmenknoten und Rahmenecken in verschieblichen Rahmentragwerken das Traglastverfahren nicht eingesetzt werden sollte. Nichtlineare Berechnungsverfahren müssen die begrenzten Rotationswerte berücksichtigen. (wird fortgesetzt)
Über das Verformungsverhalten von Stahlbeton-Rahmenecken und -knoten
In Ergänzung von Versuchsberichten über die Bewehrungsführung in Rahmenecken und -knoten, und veranlaßt durch die Einführung des neuen Betonstabstahls BSt 500/550 wurde das Tragverhalten und das Verformungsverhalten von sechs Stahlbeton-Rahmentragwerken mit wirklichkeitsnahen Abmessungen studiert. Angestrebt wurde eine Betonfestigkeitsklasse von 40 N/mm2 und eine baupraktisch ausgeführte Bewehrungsauslegung. Die Auswirkungen üblicher Gebrauchslasten wurden mittels Schwellbelastung mit 10000 Lastspielen zwischen 50 % und 110 % simuliert. Als Rahmentragwerke wurden Zweigelenkrahmen mit positivem und negativem Eckmoment und H-Rahmen verwendet. Abmessungen, Belastungsbedingungen sowie Schnittgrößen nach der Elastizitätstheorie und Zustand I werden grafisch dargstellt. Die neuen Versuchsergebnisse zeigten im Vergleich zu veröffentlichten Ergebnissen mit BSt 420/500 etwas geringere Wirkungsgrade, was auf die im Gebrauchszustand und im Grenzzustand der Tragfähigkeit deutlich höheren Stahlspannungen zurückgeführt wird, wodurch höhere Betonpressungen vor allem im Abbiegungsbereich der Bewehrungsstäbe entstehen. Das Verformungsverhalten in Rahmenecken und Rahmenendknoten bestätigt die empfohlene Bewehrungsführung in Ecken mit positivem Moment und die Ausführung von übergreifenden, schlaufenförmigen Biegungen der Biegezugbewehrung. Schrägbewehrungen erzielen hohe Eck-und Knotensteifigkeiten und geringe Rißbreiten, können aber durch Zulagen zu den Biegezubewehrungen mit halbem Querschnitt ersetzt werden. Für die Anwendbarkeit des Traglastverfahrens wird das Bauteilverhalten im Bereich großer Rotationen untersucht. Kriterium ist die sogenannte plastische Rotation, wobei die Rotationsfähigkeit von wesentlich mehr Parametern abhängt als im Eurocode 2 beschrieben. Bei den Versuchen wurde als Biegebewehrung Stabstahl der Klasse H verwendet. Es wird nachgewiesen, daß bei der Bemessung von Rahmenknoten und Rahmenecken in verschieblichen Rahmentragwerken das Traglastverfahren nicht eingesetzt werden sollte. Nichtlineare Berechnungsverfahren müssen die begrenzten Rotationswerte berücksichtigen. (wird fortgesetzt)
Über das Verformungsverhalten von Stahlbeton-Rahmenecken und -knoten
Detailing of reinforcement and deformation behaviour of RC-column-to-beam joints
Kordina, K. (Autor:in)
Beton- und Stahlbetonbau ; 92 ; 208-213
1997
6 Seiten, 10 Bilder, 2 Tabellen, 12 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
Über das Verformungsverhalten von Stahlbeton-Rahmenecken und -knoten
Online Contents | 1997
|Über das Verformungsverhalten von Stahlbeton-Rahmenecken und -knoten
Tema Archiv | 1997
|Über das Verformungsverhalten von Stahlbeton-Rahmenecken und -knoten (2. Teil)
Online Contents | 1997
|