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Wölbsteifen und ihr Potenzial zur Versteifung biegedrillknickgefährdeter I‐Träger – eine Fallstudie
Wölbsteifen bieten die Möglichkeit, auf Torsion belastete drillweiche I‐Träger durch die sogenannte Drillkopplung zu versteifen. In der Praxis ist das Biegedrillknicken, ein komplexes Stabilitätsversagen, besonders bei schlanken I‐Trägern häufig maßgebend für deren Bemessung. Die Wölbversteifung von I‐Trägern gegen Torsion hat auch auf den Biegedrillknickwiderstand einen positiven Einfluss. So können in den Trägerverlauf eingeschweißte Wölbsteifen das System derart versteifen, dass auf die Wahl größerer Trägerprofile verzichtet werden kann. Ausgehend von Wölbsteifen in Form von U‐Profilen kann deren Geometrie hinsichtlich Materialeinsparungen noch optimiert werden, ohne dass das Gesamtsystem signifikante Steifigkeitsverluste gegenüber den vollen U‐Profilen erfährt. In dieser Hinsicht stellt die additive Fertigung eine Alternative zur konventionellen Herstellung von Wölbsteifen dar. Der vorliegende Beitrag zeigt neben einem Überblick über Wölbsteifen anhand einer Fallstudie, inwiefern das ideelle Biegedrillknickmoment eines drillweichen Einfeld‐I‐Trägers durch Wölbsteifen erhöht werden kann. Betrachtet wird außerdem die Optimierung der Wölbsteifengeometrie und deren Auswirkung auf die Stabilität des Trägers.
Warping springs and their potential for stiffening i‐beams at risk of lateral torsional buckling – a case study
Warping springs offer the possibility to stiffen drill‐soft I‐beams under torsion by means of the so‐called drill coupling. In practice, lateral torsional buckling, a complex stability failure, is often decisive for the design of slender I‐beams. The stiffening of I‐beams against torsion with warping springs also has a positive influence on the lateral torsional buckling resistance. For example, hollow warping springs welded into the beam can stiffen the system to such an extent that the choice of larger beam sections can be avoided. Starting from warping springs in the form of U‐profiles, their geometry can be optimised in terms of material savings without the overall system experiencing significant losses in stiffness compared to the full U‐profiles. In this respect, additive manufacturing represents an alternative to the conventional production of warping springs. In addition to an overview of warping springs, this paper shows by means of a case study to what extent the lateral torsional buckling of a drill‐soft single‐span I‐beam can be increased by warping springs. The optimisation of the warping spring geometry and its effect on the stability of the beam is also considered.
Wölbsteifen und ihr Potenzial zur Versteifung biegedrillknickgefährdeter I‐Träger – eine Fallstudie
Wölbsteifen bieten die Möglichkeit, auf Torsion belastete drillweiche I‐Träger durch die sogenannte Drillkopplung zu versteifen. In der Praxis ist das Biegedrillknicken, ein komplexes Stabilitätsversagen, besonders bei schlanken I‐Trägern häufig maßgebend für deren Bemessung. Die Wölbversteifung von I‐Trägern gegen Torsion hat auch auf den Biegedrillknickwiderstand einen positiven Einfluss. So können in den Trägerverlauf eingeschweißte Wölbsteifen das System derart versteifen, dass auf die Wahl größerer Trägerprofile verzichtet werden kann. Ausgehend von Wölbsteifen in Form von U‐Profilen kann deren Geometrie hinsichtlich Materialeinsparungen noch optimiert werden, ohne dass das Gesamtsystem signifikante Steifigkeitsverluste gegenüber den vollen U‐Profilen erfährt. In dieser Hinsicht stellt die additive Fertigung eine Alternative zur konventionellen Herstellung von Wölbsteifen dar. Der vorliegende Beitrag zeigt neben einem Überblick über Wölbsteifen anhand einer Fallstudie, inwiefern das ideelle Biegedrillknickmoment eines drillweichen Einfeld‐I‐Trägers durch Wölbsteifen erhöht werden kann. Betrachtet wird außerdem die Optimierung der Wölbsteifengeometrie und deren Auswirkung auf die Stabilität des Trägers.
Warping springs and their potential for stiffening i‐beams at risk of lateral torsional buckling – a case study
Warping springs offer the possibility to stiffen drill‐soft I‐beams under torsion by means of the so‐called drill coupling. In practice, lateral torsional buckling, a complex stability failure, is often decisive for the design of slender I‐beams. The stiffening of I‐beams against torsion with warping springs also has a positive influence on the lateral torsional buckling resistance. For example, hollow warping springs welded into the beam can stiffen the system to such an extent that the choice of larger beam sections can be avoided. Starting from warping springs in the form of U‐profiles, their geometry can be optimised in terms of material savings without the overall system experiencing significant losses in stiffness compared to the full U‐profiles. In this respect, additive manufacturing represents an alternative to the conventional production of warping springs. In addition to an overview of warping springs, this paper shows by means of a case study to what extent the lateral torsional buckling of a drill‐soft single‐span I‐beam can be increased by warping springs. The optimisation of the warping spring geometry and its effect on the stability of the beam is also considered.
Wölbsteifen und ihr Potenzial zur Versteifung biegedrillknickgefährdeter I‐Träger – eine Fallstudie
Weimar, Carolin (Autor:in) / Händler, Pascal (Autor:in) / Lange, Jörg (Autor:in)
Stahlbau ; 90 ; 556-563
01.08.2021
8 pages
Aufsatz (Zeitschrift)
Elektronische Ressource
Deutsch
Steifigkeit , Biegedrillknicken , Topologieoptimierung , Wölbsteifen , numerische Simulation , Drillkopplung , I‐Träger , Entwurf und Konstruktion warping springs , drill coupling , stiffness , i‐beams , topology optimization , lateral torsional buckling , conception and design , numerical simulation
Die Stabilisierung biegedrillknickgefährdeter Träger durch Sandwichelemente und Trapezbleche
Online Contents | 2008
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