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Entkernungs- und Abbruchkostenindex (EAKI) – Entwicklung eines Werkzeugs zur Kostenermittlung für den Rückbau und das Bauen im Bestand
Für Rückbauunternehmen und Personen, die planen, ausschreiben und vergeben, fehlt derzeit ein Instrument, mit dem das Nutzungsende eines Bauwerks (auch im System der Kreislauf-wirtschaft) monetär mitberücksichtigt werden kann. Einige Abbruchunternehmen bieten einfa-che Eingabemasken auf ihren Webseiten an, über die potenzielle Kundschaft ihre Gebäude-daten eingeben und einen ersten Richtpreis ermitteln lassen kann. Diese Masken sind nicht sehr detailliert. Sie verdeutlichen jedoch den Bedarf und die Nachfrage für die präzise, frühzei-tige Kostenabschätzung für Abbruchvorhaben. Daraus ist die Projektidee entstanden, einen Entkernungs- und Abbruchkostenindex für den Hochbau (EAKI) zu entwickeln. Für einen umfassenden Index, der auf aktuelle Fragestellungen eingehen und auch in Zukunft weitergeführt werden kann, ist der Einsatz eines Datenbankmanagementsystems (DBMS) er-forderlich. Für die Erstellung ist ein interdisziplinares Vorgehen notwendig, bei dem die Berei-che Informatik (Datenbankprogrammierung) und Bauingenieurwesen (Entkernung und Ab-bruch) sinnvoll zu kombinieren sind. Die Programmierung der EAKI-Datenbank ist ein iterativer und inkrementeller Prozess. Zunächst allgemeine und breit formulierte Anforderungen entwi-ckeln sich fortlaufend zu detaillierten und differenzierten Anforderungen, die abschnittsweise und Stück für Stück in die Datenbank umgesetzt werden. Die fertig entwickelte EAKI-Datenbank besteht inhaltlich aus 748 idealtypisch formulierten Leistungsverzeichnispositionen (LV-Positionen), die in 7 Kapitel (mit weiteren Unterkapitel) gruppiert sind. Die Kapitel und Titel leiten sich aus den Analysen von Angebotsunterlagen zu Rückbauprojekten ab. Die Datenbank ist mit 1.410 Einheitspreisen von (zum Teil gleichen) LV-Positionen gefüllt, die aus Angeboten von reellen Entkernungs- und Abbruchvorhaben stam-men. Die Datenbank weist daraus für 318 unterschiedliche LV-Positionen (von den insgesamt 748 idealtypisch formulierten LV-Positionen) Kostenkennwerte (Indizes) aus: den Minimal- und Maximalwert, das arithmetische und das gewichtete Mittel sowie der Median-Wert. Darüber ist für jede LV-Position die Anzahl der Einheitspreise hinterlegt, die zur Preisbildung führt. Dadurch kann die Aussagekraft der Kostenkennwerte beurteilt werden. Je weniger Einheits-preise je LV-Position erfasst sind, umso ungenauer ist eine Markteinschätzung möglich. In der vorliegenden Datenbank basieren weit über die Hälfte der Kostenkennwerte auf einzelnen Ein-heitspreisen. Nur für ca. 8 % der Kostenkennwerte liegen mehr als 15 Einheitspreise zugrunde. Für Personen, die die Kostenkennwerte nutzen und anwenden möchten, sind neben der An-zahl der Einheitspreise auch andere Einflussfaktoren wichtig. Je nach Menge kann sich der Einheitspreis ändern, auch regionale Unterschiede oder der Auftraggebende (öffentlich oder privat) können zu einer anderen Preisfindung führen. Der Aufbau und die Struktur der Daten-bank sind so gewählt worden, dass solche Auswertungen durchführbar sind und Auswirkungen auf den Einheitspreis (Umrechnungsfaktoren) dargestellt werden können. Hierfür müssen je-doch eine ausreichend große Anzahl und ein entsprechender Mix an Einheitspreisen in den einzelnen LV-Positionen vorliegen. Um diesbezüglich aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, ist die Weiterführung der EAKI-Datenbank, insbesondere das Einpflegen von Angeboten und Preisspiegeln zu unterschiedlichen Entkernungs- und Abbruchvorhaben, notwendig und Ziel weiterer Forschungsaktivitäten. Zudem besteht die Möglichkeit, Material- und Mengenkenn-werte von Entsorgungspositionen für Fragestellungen des Urban Mining aufzuarbeiten und zu nutzen.
Entkernungs- und Abbruchkostenindex (EAKI) – Entwicklung eines Werkzeugs zur Kostenermittlung für den Rückbau und das Bauen im Bestand
Für Rückbauunternehmen und Personen, die planen, ausschreiben und vergeben, fehlt derzeit ein Instrument, mit dem das Nutzungsende eines Bauwerks (auch im System der Kreislauf-wirtschaft) monetär mitberücksichtigt werden kann. Einige Abbruchunternehmen bieten einfa-che Eingabemasken auf ihren Webseiten an, über die potenzielle Kundschaft ihre Gebäude-daten eingeben und einen ersten Richtpreis ermitteln lassen kann. Diese Masken sind nicht sehr detailliert. Sie verdeutlichen jedoch den Bedarf und die Nachfrage für die präzise, frühzei-tige Kostenabschätzung für Abbruchvorhaben. Daraus ist die Projektidee entstanden, einen Entkernungs- und Abbruchkostenindex für den Hochbau (EAKI) zu entwickeln. Für einen umfassenden Index, der auf aktuelle Fragestellungen eingehen und auch in Zukunft weitergeführt werden kann, ist der Einsatz eines Datenbankmanagementsystems (DBMS) er-forderlich. Für die Erstellung ist ein interdisziplinares Vorgehen notwendig, bei dem die Berei-che Informatik (Datenbankprogrammierung) und Bauingenieurwesen (Entkernung und Ab-bruch) sinnvoll zu kombinieren sind. Die Programmierung der EAKI-Datenbank ist ein iterativer und inkrementeller Prozess. Zunächst allgemeine und breit formulierte Anforderungen entwi-ckeln sich fortlaufend zu detaillierten und differenzierten Anforderungen, die abschnittsweise und Stück für Stück in die Datenbank umgesetzt werden. Die fertig entwickelte EAKI-Datenbank besteht inhaltlich aus 748 idealtypisch formulierten Leistungsverzeichnispositionen (LV-Positionen), die in 7 Kapitel (mit weiteren Unterkapitel) gruppiert sind. Die Kapitel und Titel leiten sich aus den Analysen von Angebotsunterlagen zu Rückbauprojekten ab. Die Datenbank ist mit 1.410 Einheitspreisen von (zum Teil gleichen) LV-Positionen gefüllt, die aus Angeboten von reellen Entkernungs- und Abbruchvorhaben stam-men. Die Datenbank weist daraus für 318 unterschiedliche LV-Positionen (von den insgesamt 748 idealtypisch formulierten LV-Positionen) Kostenkennwerte (Indizes) aus: den Minimal- und Maximalwert, das arithmetische und das gewichtete Mittel sowie der Median-Wert. Darüber ist für jede LV-Position die Anzahl der Einheitspreise hinterlegt, die zur Preisbildung führt. Dadurch kann die Aussagekraft der Kostenkennwerte beurteilt werden. Je weniger Einheits-preise je LV-Position erfasst sind, umso ungenauer ist eine Markteinschätzung möglich. In der vorliegenden Datenbank basieren weit über die Hälfte der Kostenkennwerte auf einzelnen Ein-heitspreisen. Nur für ca. 8 % der Kostenkennwerte liegen mehr als 15 Einheitspreise zugrunde. Für Personen, die die Kostenkennwerte nutzen und anwenden möchten, sind neben der An-zahl der Einheitspreise auch andere Einflussfaktoren wichtig. Je nach Menge kann sich der Einheitspreis ändern, auch regionale Unterschiede oder der Auftraggebende (öffentlich oder privat) können zu einer anderen Preisfindung führen. Der Aufbau und die Struktur der Daten-bank sind so gewählt worden, dass solche Auswertungen durchführbar sind und Auswirkungen auf den Einheitspreis (Umrechnungsfaktoren) dargestellt werden können. Hierfür müssen je-doch eine ausreichend große Anzahl und ein entsprechender Mix an Einheitspreisen in den einzelnen LV-Positionen vorliegen. Um diesbezüglich aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, ist die Weiterführung der EAKI-Datenbank, insbesondere das Einpflegen von Angeboten und Preisspiegeln zu unterschiedlichen Entkernungs- und Abbruchvorhaben, notwendig und Ziel weiterer Forschungsaktivitäten. Zudem besteht die Möglichkeit, Material- und Mengenkenn-werte von Entsorgungspositionen für Fragestellungen des Urban Mining aufzuarbeiten und zu nutzen.
Entkernungs- und Abbruchkostenindex (EAKI) – Entwicklung eines Werkzeugs zur Kostenermittlung für den Rückbau und das Bauen im Bestand
Helmus, Manfred (author) / Kesting, Holger (author) / Randel, Anne Christine (author) / Deutsche Bundesstiftung Umwelt / Bergische Universität Wuppertal (issuing body)
2022
1 Online Ressource (162 Seiten)
Illustrationen
Literaturverzeichnis: Seite 90 - 93
Report
Electronic Resource
German
Wasserbauwerke im Bestand - Sanierung, Umbau, Ersatzneubau und Rückbau
HENRY – Federal Waterways Engineering and Research Institute (BAW) | 2018
|Springer Verlag | 2021
|Online Contents | 2012
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