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Verglichen werden die Bauprinzipien hoher Türme für Windenergieanlagen. Am Anfang stand der Gittermast der ersten Anlagen in Australien, Südafrika und den USA. Seine Vorteile: geringes Gewicht und ein filigranes, das Landschaftsbild kaum störendes Aussehen. Voraussetzung ist ein mildes, trockenes Klima mit geringer Korrosion. Der Aufbau erfordert keine Maschinen, aber viele Arbeitsstunden. In Deutschland verwendet nur Nordex Gittermasten für die Windenergie. Bis Anfang der neunziger Jahre war der Betonturm häufig, der heute noch bei Enercon gebräuchlich ist (Turmfertigung durch Pfleiderer, Neumarkt). Er ist witterungsbeständig, aber nur bei geringen Nabenhöhen preisgünstig. Betontürme entstehen im Schleuderverfahren, mit Kletterschalung oder mit Gleitschalung. Beim Schleuderverfahren wird flüssiger Beton durch Fliehkraft in einer Form verteilt und verdichtet. Die Stahlarmierung befindet sich bereits in der Form. Schleuderbetontürme können nur von außen bestiegen werden. Seit 1993 dominiert in Deutschland der Stahlrohrturm. Sein Problem ist die Schallabstrahlung. Neuerdings wird durch Schalldämmung das Eindringen der Anlagengeräusche in den Turm verhindert. Ab 80 m Turmhöhe allerdings wird der Transport des benötigten breiten Turmfußes immer schwieriger. Firma Tacke wählte deshalb für ihre sehr hohen Anlagen den Hybridturm: 5 m Betonsockel, darauf Stahlrohr. Nach Berechnungen von Pfleiderer wäre eine Kombination von etwa 20 m Betonsockel (aus Fertigteilen) und 70 m Stahlrohr noch wirtschaftlicher. Noch in der Diskussion ist die optimale Höhe für Türme auf See (offshore).
Verglichen werden die Bauprinzipien hoher Türme für Windenergieanlagen. Am Anfang stand der Gittermast der ersten Anlagen in Australien, Südafrika und den USA. Seine Vorteile: geringes Gewicht und ein filigranes, das Landschaftsbild kaum störendes Aussehen. Voraussetzung ist ein mildes, trockenes Klima mit geringer Korrosion. Der Aufbau erfordert keine Maschinen, aber viele Arbeitsstunden. In Deutschland verwendet nur Nordex Gittermasten für die Windenergie. Bis Anfang der neunziger Jahre war der Betonturm häufig, der heute noch bei Enercon gebräuchlich ist (Turmfertigung durch Pfleiderer, Neumarkt). Er ist witterungsbeständig, aber nur bei geringen Nabenhöhen preisgünstig. Betontürme entstehen im Schleuderverfahren, mit Kletterschalung oder mit Gleitschalung. Beim Schleuderverfahren wird flüssiger Beton durch Fliehkraft in einer Form verteilt und verdichtet. Die Stahlarmierung befindet sich bereits in der Form. Schleuderbetontürme können nur von außen bestiegen werden. Seit 1993 dominiert in Deutschland der Stahlrohrturm. Sein Problem ist die Schallabstrahlung. Neuerdings wird durch Schalldämmung das Eindringen der Anlagengeräusche in den Turm verhindert. Ab 80 m Turmhöhe allerdings wird der Transport des benötigten breiten Turmfußes immer schwieriger. Firma Tacke wählte deshalb für ihre sehr hohen Anlagen den Hybridturm: 5 m Betonsockel, darauf Stahlrohr. Nach Berechnungen von Pfleiderer wäre eine Kombination von etwa 20 m Betonsockel (aus Fertigteilen) und 70 m Stahlrohr noch wirtschaftlicher. Noch in der Diskussion ist die optimale Höhe für Türme auf See (offshore).
Die Technik großer Türme
Vries, E. de (author)
Sonnenenergie und Wärmetechnik, Bielefeld ; 23 ; 51-54
1999
4 Seiten, 4 Bilder, 2 Tabellen, 3 Quellen
Article (Journal)
German
Baustoff , Bauweise , Beton , Gewicht , Gitterstütze , Gleitschalung , Hersteller , Höhe (Körper) , Mast , Montage , Off-Shore-Anlage , Schalung , Stahlrohr , Turm , Windkraftwerk