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Der Einsatz der Phosphatester als Flammschutzmittel bei Weich-PVC ist eine interessante Alternative zum Einsatz von Antimontrioxid. Als niedrigviskoses und effizientes halogenhaltiges organisches Phosphat wird häufig Tris-chlorisopropylphosphat (TCPP, Markenname: Levagard PP) eingesetzt. Bei Hartschaumstoffen mit Polyisocyanuratstruktur (PIR-Schaumstoffe) ist es gelungen, mit Triethylphosphat (TEP) als Flammschutzmittel unter bestimmten Bedingungen halogenfrei flammgeschützte Schaumstoffe zu entwickeln. In C02-getriebenen PU-Hartschaumstoffen hat ein reaktiver Phosphonsäureester (Levagard 4090 N) Anwendung gefunden. Als zusätzlicher positiver Effekt ist hier die Wirkung gegen Kernverfärbung anzusehen. Bei technischen Thermoplasten ist das bislang gebräuchlichste Flammschutzmittel Triphenylphosphat (TPP) mit einem Phosphorgehalt von 9,5 %, das gute Flammschutzwirkung besitzt. Unter bestimmten Verarbeitungsbedingungen bei hohen Temperaturen kann TPP zum Werkzeugbelag führen. Bei Verwendung des höhermolekularen Resorcinoldiphosphats (RDP) wird dieser Nachteil vermieden. Bei speziellen Anwendungen wird das hydrolysestabilere Bisphenol-A-diphosphat eingesetzt, das wegen des geringeren Phosphatgehaltes jedoch etwas höher dosiert werden muss. Da bei den technisch relevanten Blends wie PC/ABS und PPE/HIPS beide in der Mischung vorhandenen Polymere unterschiedliche Entflammbarkeit besitzen, hängt die Zusatzmenge der Arylphosphate, die zur Einstufung nach UL 94V V-O bei 1,6 mm Dicke notwendig ist, von der Zusammensetzung der Polymerblends ab. Die Variationsmöglichkeiten im Aufbau und Struktur der organischen Phosphate lassen eine steigende Anwendung erwarten. Als Weichmacher mit Flammschutzwirkung in PVC wird die Bedarfsentwicklung in der gleichen Größenordnung wie der Markt des Polymeren selbst erfolgen. In Polyurethanschaumstoffen wird durch weitere Einführung der Polyisocyanurat (PIR)-Schaumstoffe und die Entwicklung einbaufähiger Phosphate ein höherer Bedarf auf Kosten der Bromverbindungen entstehen.
Der Einsatz der Phosphatester als Flammschutzmittel bei Weich-PVC ist eine interessante Alternative zum Einsatz von Antimontrioxid. Als niedrigviskoses und effizientes halogenhaltiges organisches Phosphat wird häufig Tris-chlorisopropylphosphat (TCPP, Markenname: Levagard PP) eingesetzt. Bei Hartschaumstoffen mit Polyisocyanuratstruktur (PIR-Schaumstoffe) ist es gelungen, mit Triethylphosphat (TEP) als Flammschutzmittel unter bestimmten Bedingungen halogenfrei flammgeschützte Schaumstoffe zu entwickeln. In C02-getriebenen PU-Hartschaumstoffen hat ein reaktiver Phosphonsäureester (Levagard 4090 N) Anwendung gefunden. Als zusätzlicher positiver Effekt ist hier die Wirkung gegen Kernverfärbung anzusehen. Bei technischen Thermoplasten ist das bislang gebräuchlichste Flammschutzmittel Triphenylphosphat (TPP) mit einem Phosphorgehalt von 9,5 %, das gute Flammschutzwirkung besitzt. Unter bestimmten Verarbeitungsbedingungen bei hohen Temperaturen kann TPP zum Werkzeugbelag führen. Bei Verwendung des höhermolekularen Resorcinoldiphosphats (RDP) wird dieser Nachteil vermieden. Bei speziellen Anwendungen wird das hydrolysestabilere Bisphenol-A-diphosphat eingesetzt, das wegen des geringeren Phosphatgehaltes jedoch etwas höher dosiert werden muss. Da bei den technisch relevanten Blends wie PC/ABS und PPE/HIPS beide in der Mischung vorhandenen Polymere unterschiedliche Entflammbarkeit besitzen, hängt die Zusatzmenge der Arylphosphate, die zur Einstufung nach UL 94V V-O bei 1,6 mm Dicke notwendig ist, von der Zusammensetzung der Polymerblends ab. Die Variationsmöglichkeiten im Aufbau und Struktur der organischen Phosphate lassen eine steigende Anwendung erwarten. Als Weichmacher mit Flammschutzwirkung in PVC wird die Bedarfsentwicklung in der gleichen Größenordnung wie der Markt des Polymeren selbst erfolgen. In Polyurethanschaumstoffen wird durch weitere Einführung der Polyisocyanurat (PIR)-Schaumstoffe und die Entwicklung einbaufähiger Phosphate ein höherer Bedarf auf Kosten der Bromverbindungen entstehen.
Anwendungen organischer Phosphorsäureester als Flammschutzmittel in Polymeren
Jabs, G. (author)
2000
13 Seiten, 11 Bilder, 3 Quellen
Conference paper
German
Phosphororganische Flammschutzmittel: Produkte, Anwendungen und Trends
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