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Phosphororganische Flammschutzmittel: Produkte, Anwendungen und Trends
Aufgrund der polaren Natur der meisten Phosphorverbindungen, werden diese überwiegend in ebenso polaren Polymeren eingesetzt. Die klassischen Einsatzgebiete sind Polyurethan, Weich-PVC, Phenolharz, PC/ABS, HIPS/PPE, Cellulosederivate und synthetische Kautschuke. Die halogenierten phosphororganischen Verbindungen werden insbesondere in Polyurethanschäumen und gelegentlich in Polyesterharzen oder ähnlichen Duroplasten eingesetzt. Phosphororganische Flammschutzmittel zeichnen sich dadurch aus, dass neben den Mindestanforderungen hinsichtlich Brandschutz wenig Nebenwirkungen auftreten, oder sogar ein Zusatznutzen für den Anwender von Flammschutzmitteln geboten wird. Beispielsweise beeinträchtigen die klaren Flüssigkeiten kaum die Transparenz bzw. Transluzenz der Kunststoffe. Bei PVC-Plastisolen, Polyolen oder Gießharzen sorgen günstige rheologische Eigenschaften der Phosphorverbindungen für eine problemlose Verarbeitung. Bei den halogenfreien phosphororganischen Verbindungen bilden die Aryl Monophosphate die größte Produktklasse. Diese setzen sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Phosphorsäureester zusammen, die für eine große Anwendungsfülle maßgeschneidert werden. Die Diphosphate, auch kondensierte Phosphate genannt, setzen sich im Wesentlichen aus nur zwei Produkten, RDP (Resorcinol-bis-(diphenylphosohat)) und BDP (Bisphenol A-bis(diphenylphosphat)), zusammen. Bei den Arylalkylphosphaten werden hauptsächlich Phenyl/2-Ethylhexyl- und Phenyl/Isodecylester angeboten. Arylalkylphosphate finden sich auch häufig in Flammschutzmittel-Mischungen mit Arylphosphaten und Adipat-Weichmachern. Bei den Alkylphosphaten stellen TEP (Triethylphosphat) und TOF (Tris-(2-ethylhexyl)-phosphat) den größten Teil der als Flammschutzmittel eingesetzten Produkte. Bei den Phosphonaten sind vor allem DEEP (Diethylethanphosphonat), DMPP (Dimethylpropanphosphonat) und DMMP (Dymethylmethanphosphonat) sowie kondensierte Produkte und Mischungen zu nennen. Der Phosphorgehalt ist ungefähr proportional zur flammwidrigen Wirkung der Additive und soll deshalb so hoch wie möglich sein. Art und Anzahl der Alkylphenolreste bestimmen die Eigenschaften des Flammschutzmittels.
Phosphororganische Flammschutzmittel: Produkte, Anwendungen und Trends
Aufgrund der polaren Natur der meisten Phosphorverbindungen, werden diese überwiegend in ebenso polaren Polymeren eingesetzt. Die klassischen Einsatzgebiete sind Polyurethan, Weich-PVC, Phenolharz, PC/ABS, HIPS/PPE, Cellulosederivate und synthetische Kautschuke. Die halogenierten phosphororganischen Verbindungen werden insbesondere in Polyurethanschäumen und gelegentlich in Polyesterharzen oder ähnlichen Duroplasten eingesetzt. Phosphororganische Flammschutzmittel zeichnen sich dadurch aus, dass neben den Mindestanforderungen hinsichtlich Brandschutz wenig Nebenwirkungen auftreten, oder sogar ein Zusatznutzen für den Anwender von Flammschutzmitteln geboten wird. Beispielsweise beeinträchtigen die klaren Flüssigkeiten kaum die Transparenz bzw. Transluzenz der Kunststoffe. Bei PVC-Plastisolen, Polyolen oder Gießharzen sorgen günstige rheologische Eigenschaften der Phosphorverbindungen für eine problemlose Verarbeitung. Bei den halogenfreien phosphororganischen Verbindungen bilden die Aryl Monophosphate die größte Produktklasse. Diese setzen sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Phosphorsäureester zusammen, die für eine große Anwendungsfülle maßgeschneidert werden. Die Diphosphate, auch kondensierte Phosphate genannt, setzen sich im Wesentlichen aus nur zwei Produkten, RDP (Resorcinol-bis-(diphenylphosohat)) und BDP (Bisphenol A-bis(diphenylphosphat)), zusammen. Bei den Arylalkylphosphaten werden hauptsächlich Phenyl/2-Ethylhexyl- und Phenyl/Isodecylester angeboten. Arylalkylphosphate finden sich auch häufig in Flammschutzmittel-Mischungen mit Arylphosphaten und Adipat-Weichmachern. Bei den Alkylphosphaten stellen TEP (Triethylphosphat) und TOF (Tris-(2-ethylhexyl)-phosphat) den größten Teil der als Flammschutzmittel eingesetzten Produkte. Bei den Phosphonaten sind vor allem DEEP (Diethylethanphosphonat), DMPP (Dimethylpropanphosphonat) und DMMP (Dymethylmethanphosphonat) sowie kondensierte Produkte und Mischungen zu nennen. Der Phosphorgehalt ist ungefähr proportional zur flammwidrigen Wirkung der Additive und soll deshalb so hoch wie möglich sein. Art und Anzahl der Alkylphenolreste bestimmen die Eigenschaften des Flammschutzmittels.
Phosphororganische Flammschutzmittel: Produkte, Anwendungen und Trends
Mauerer, Otto (author)
2004
12 Seiten, 5 Bilder, 9 Quellen
Conference paper
German
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