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Flugtauglicher Leichtbeton Betonieren auf nicht alltägliche Art
In den nördlichen Kalkalpen zwischen Bayern und Österreich befindet sich in 2119 m Höhe eine Schutzhütte des Deutsche Alpenvereins, das Ingolstädter-Haus, das derzeit um einen Anbau erweitert wird. 2006 wurden Keller und Bodenplatte mit Fluchttreppenhaus sowie ein 50-Kubikmeter-Wasserbehälter betoniert. 2007 sollen der Rohbau sowie der Einbau von Dach und Fenstern folgen, 2008 der Innenausbau. Die Firma Leoganger Bau befördert dazu sämtliches Material, einschließlich des Betons, mittels Hubschrauber zur Hochgebirgsbaustelle. Weil hierbei das Gewicht eine wesentliche Rolle spielt, wird Leichtbeton verwendet, an den aufgrund der extremen Umweltverhältnisse besondere Anforderungen gestellt werden. Festigkeit, Wasserundurchlässigkeit und Frostbeständigkeit müssen gewährleistet sein. Die Firma Ruperti-Beton lieferte nach Vorgabe einen Beton LC 25/28/XC2/ XF1/ D1,4/ GK8/ F 45 mit einer Trockenrohdichte unter 1400 kg pro Kubikmeter und Liapor-Blähton der Korngrößen 4/8 und 1/4 als Leichtzuschlag. Effiziente Fließmittel, etwas Luft und Verzögerer sowie Kunststofffasern optimieren die Rezeptur. Ein Stausee dient als Übergabestelle für den Hubschrauber. Der eingesetzte Hubschrauber kann etwa 800 kg Nutzlast aufnehmen und braucht etwa sechs Minuten, um einen vollen Betonkübel auf den Berg und den leeren zurückzubefördern. Für einen Kubikmeter Normalbeton mit 2400 kg wären dreieinhalb Flüge erforderlich. Dabei stünden den rund 85 Euro Materialkosten mindestens 525 Euro Transportkosten gegenüber. Ein Kubikmeter Liapor-Leichtbeton mit 1.500 kg braucht nur 2,5 Flüge, sein Transport kostet 375 Euro. Trotz der höheren Materialkosten von 185 Euro werden so 50 Euro pro Kubikmeter eingespart. Allein für den Wasserbehälter sind das rund 4.000 Euro. Auch die Mischfahrzeuge kommen angesichts der gegebenen Straßenverhältnisse und einer Stunde Anfahrt mit dem reduzierten Betongewicht besser klar. Liapor-Leichtbeton stellt damit nicht nur seine Leistungsfähigkeit in großen Höhen unter Beweis, sondern ist auch ein wichtiger Faktor, um die Baukosten zu senken.
Flugtauglicher Leichtbeton Betonieren auf nicht alltägliche Art
In den nördlichen Kalkalpen zwischen Bayern und Österreich befindet sich in 2119 m Höhe eine Schutzhütte des Deutsche Alpenvereins, das Ingolstädter-Haus, das derzeit um einen Anbau erweitert wird. 2006 wurden Keller und Bodenplatte mit Fluchttreppenhaus sowie ein 50-Kubikmeter-Wasserbehälter betoniert. 2007 sollen der Rohbau sowie der Einbau von Dach und Fenstern folgen, 2008 der Innenausbau. Die Firma Leoganger Bau befördert dazu sämtliches Material, einschließlich des Betons, mittels Hubschrauber zur Hochgebirgsbaustelle. Weil hierbei das Gewicht eine wesentliche Rolle spielt, wird Leichtbeton verwendet, an den aufgrund der extremen Umweltverhältnisse besondere Anforderungen gestellt werden. Festigkeit, Wasserundurchlässigkeit und Frostbeständigkeit müssen gewährleistet sein. Die Firma Ruperti-Beton lieferte nach Vorgabe einen Beton LC 25/28/XC2/ XF1/ D1,4/ GK8/ F 45 mit einer Trockenrohdichte unter 1400 kg pro Kubikmeter und Liapor-Blähton der Korngrößen 4/8 und 1/4 als Leichtzuschlag. Effiziente Fließmittel, etwas Luft und Verzögerer sowie Kunststofffasern optimieren die Rezeptur. Ein Stausee dient als Übergabestelle für den Hubschrauber. Der eingesetzte Hubschrauber kann etwa 800 kg Nutzlast aufnehmen und braucht etwa sechs Minuten, um einen vollen Betonkübel auf den Berg und den leeren zurückzubefördern. Für einen Kubikmeter Normalbeton mit 2400 kg wären dreieinhalb Flüge erforderlich. Dabei stünden den rund 85 Euro Materialkosten mindestens 525 Euro Transportkosten gegenüber. Ein Kubikmeter Liapor-Leichtbeton mit 1.500 kg braucht nur 2,5 Flüge, sein Transport kostet 375 Euro. Trotz der höheren Materialkosten von 185 Euro werden so 50 Euro pro Kubikmeter eingespart. Allein für den Wasserbehälter sind das rund 4.000 Euro. Auch die Mischfahrzeuge kommen angesichts der gegebenen Straßenverhältnisse und einer Stunde Anfahrt mit dem reduzierten Betongewicht besser klar. Liapor-Leichtbeton stellt damit nicht nur seine Leistungsfähigkeit in großen Höhen unter Beweis, sondern ist auch ein wichtiger Faktor, um die Baukosten zu senken.
Flugtauglicher Leichtbeton Betonieren auf nicht alltägliche Art
Schönbichler, Thomas (author)
Zement und Beton ; 24-25
2006
2 Seiten, 4 Bilder
Article (Journal)
German
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