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Wassersparender Löschnebel. Brandschutz-Experte Achilles sieht nur Vorteile im neuen Verfahren
Der Autor berichtet über einen Vortrag des Brandschutzexperten Achilles zum Thema 'Brandschutztechnische Anforderungen an Bauten besonderer Art oder Nutzung' auf einem Symposium der DEKA (Deutsche Kapillar-Plastic, Dautphetal, D). Nach dem Brandereignis auf dem Flughafen Düsseldorf wurde offenbar, daß in der Ausbildung von Architekten und Planern der vorbeugende Brandschutz nicht ausreichend vertreten ist. Der Vortragende forderte kurzgefaßt: Ausreichende Stellflächen und Bewegungsflächen und wenigstens zweiseitige Anfahrt für die Feuerwehr bei großen Gebäuden, mit wenigstens 20 t Tragfähigkeit der Straßen und befahrbaren Gebäudeflächen und wenigstens 4 m Durchfahrthöhe, Wasserversorgungsnetz für ausreichende Löschwasserversorgung, dazu Ringleitung mit zweiseitiger Einspeisung, Beachtung von querschnittsmindernder Korrosion bei Stichleitungen, vorzugsweise Überflurhydranten, da diese nicht zugeparkt oder durch Eis und Schnee verdeckt werden, und frostsichere Löschwasserbehälter oder Entnahmestellen aus Gewässern mit Stellmöglichkeit für Pumpenfahrzeuge. Der Löschwasserbedarf, und damit das Zisternenvolumen, kann durch eine neue Sprinklertechnik erheblich vermindert werden, das heißt, daß Löschwasser effektiver eingesetzt werden kann. Die Wassernebel-Löschanlage benötigt nur 5 % der Wassermenge einer konventionellen Sprinkleranlage. Brennende Kunststoffe, Gummi und brennbare Flüssigkeiten erlöschen im Wassernebel, der Brandraum wird auf etwa 30 Grad C abgekühlt, so daß ohne Hitzebelastung am Brandherd gearbeitet werden kann, der Nebel verteilt sich im ganzen Raum und erfaßt nicht nur den Sprühwinkel konventioneller Sprinkler, und es ist anschließend weniger Löschwasser zu reinigen und zu dekontaminieren. Die geringere Tropfengröße führt zu schnellerer Verdampfung, schnellerer Kühlung, schnellerer Verdrängung von Sauerstoff durch den Wasserdampf, und die Bindung von Rußpartikeln und Brandgasen. Die Nebelsprühanlage muß mit Hochdruck betrieben werden (100 bar bis 125 bar, statt 10 bar in konventionellen und 40 bar in neueren Sprinkleranlagen).
Wassersparender Löschnebel. Brandschutz-Experte Achilles sieht nur Vorteile im neuen Verfahren
Der Autor berichtet über einen Vortrag des Brandschutzexperten Achilles zum Thema 'Brandschutztechnische Anforderungen an Bauten besonderer Art oder Nutzung' auf einem Symposium der DEKA (Deutsche Kapillar-Plastic, Dautphetal, D). Nach dem Brandereignis auf dem Flughafen Düsseldorf wurde offenbar, daß in der Ausbildung von Architekten und Planern der vorbeugende Brandschutz nicht ausreichend vertreten ist. Der Vortragende forderte kurzgefaßt: Ausreichende Stellflächen und Bewegungsflächen und wenigstens zweiseitige Anfahrt für die Feuerwehr bei großen Gebäuden, mit wenigstens 20 t Tragfähigkeit der Straßen und befahrbaren Gebäudeflächen und wenigstens 4 m Durchfahrthöhe, Wasserversorgungsnetz für ausreichende Löschwasserversorgung, dazu Ringleitung mit zweiseitiger Einspeisung, Beachtung von querschnittsmindernder Korrosion bei Stichleitungen, vorzugsweise Überflurhydranten, da diese nicht zugeparkt oder durch Eis und Schnee verdeckt werden, und frostsichere Löschwasserbehälter oder Entnahmestellen aus Gewässern mit Stellmöglichkeit für Pumpenfahrzeuge. Der Löschwasserbedarf, und damit das Zisternenvolumen, kann durch eine neue Sprinklertechnik erheblich vermindert werden, das heißt, daß Löschwasser effektiver eingesetzt werden kann. Die Wassernebel-Löschanlage benötigt nur 5 % der Wassermenge einer konventionellen Sprinkleranlage. Brennende Kunststoffe, Gummi und brennbare Flüssigkeiten erlöschen im Wassernebel, der Brandraum wird auf etwa 30 Grad C abgekühlt, so daß ohne Hitzebelastung am Brandherd gearbeitet werden kann, der Nebel verteilt sich im ganzen Raum und erfaßt nicht nur den Sprühwinkel konventioneller Sprinkler, und es ist anschließend weniger Löschwasser zu reinigen und zu dekontaminieren. Die geringere Tropfengröße führt zu schnellerer Verdampfung, schnellerer Kühlung, schnellerer Verdrängung von Sauerstoff durch den Wasserdampf, und die Bindung von Rußpartikeln und Brandgasen. Die Nebelsprühanlage muß mit Hochdruck betrieben werden (100 bar bis 125 bar, statt 10 bar in konventionellen und 40 bar in neueren Sprinkleranlagen).
Wassersparender Löschnebel. Brandschutz-Experte Achilles sieht nur Vorteile im neuen Verfahren
Sanitär- und Heizungstechnik ; 62 ; 35-36
1997
2 Seiten, 1 Bild
Article (Journal)
German
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