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Ev.‐Luth. Hauptpfarrkirche Zwickaus – seit 1935 Dom St. Marien Zwickau – Stand der Bauerhaltung von Kirchenschiff und Chorraum
Der Dom St. Marien zu Zwickau gehört zum Typus der obersächsischen Hallenkirchen. Sein derzeitiger Grundriss ist durch ständige Erweiterungen des Baukörpers entstanden. Darum stellt jedes einzelne Fundament ein Unikat hinsichtlich Baujahr, Bauweise, Qualität der Bauausführung, Gestaltung der Gründungssohle, verwendeter Baumaterialien dar.
Es besteht ein deutliches Missverhältnis zwischen den Ausmaßen des Baukörpers und seiner vorhandenen Längs‐ bzw. Queraussteifung. Es wird deshalb von Bauschäden bereits im 14. Jahrhundert berichtet. Dieses Bauwerk wurde dann im 20. Jahrhundert massiven Verformungen durch untertägigen Steinkohleabbau ausgesetzt. Diese Überzugserscheinungen und Bergsenkungen vollzogen sich über den Gebäudegrundriss völlig unterschiedlich, vor allem geschuldet den Verwerfungen und tektonischen Störungen des Deckgebirges.
Nach dem Auflassen der Grubenwasserhaltung ist das hydrologische Gleichgewicht instabil. Besonders die horizontale Beanspruchung der Pfeilerreihen des Kirchenschiffs hat aufwendige Abstützungen erfordert, um eine weitere gefahrlose Nutzung der Kirche und Sanierungsmaßnahmen an den Fundamenten der Strebepfeiler zu ermöglichen.
Ev.‐Luth. Hauptpfarrkirche Zwickaus – seit 1935 Dom St. Marien Zwickau – Stand der Bauerhaltung von Kirchenschiff und Chorraum
Der Dom St. Marien zu Zwickau gehört zum Typus der obersächsischen Hallenkirchen. Sein derzeitiger Grundriss ist durch ständige Erweiterungen des Baukörpers entstanden. Darum stellt jedes einzelne Fundament ein Unikat hinsichtlich Baujahr, Bauweise, Qualität der Bauausführung, Gestaltung der Gründungssohle, verwendeter Baumaterialien dar.
Es besteht ein deutliches Missverhältnis zwischen den Ausmaßen des Baukörpers und seiner vorhandenen Längs‐ bzw. Queraussteifung. Es wird deshalb von Bauschäden bereits im 14. Jahrhundert berichtet. Dieses Bauwerk wurde dann im 20. Jahrhundert massiven Verformungen durch untertägigen Steinkohleabbau ausgesetzt. Diese Überzugserscheinungen und Bergsenkungen vollzogen sich über den Gebäudegrundriss völlig unterschiedlich, vor allem geschuldet den Verwerfungen und tektonischen Störungen des Deckgebirges.
Nach dem Auflassen der Grubenwasserhaltung ist das hydrologische Gleichgewicht instabil. Besonders die horizontale Beanspruchung der Pfeilerreihen des Kirchenschiffs hat aufwendige Abstützungen erfordert, um eine weitere gefahrlose Nutzung der Kirche und Sanierungsmaßnahmen an den Fundamenten der Strebepfeiler zu ermöglichen.
Ev.‐Luth. Hauptpfarrkirche Zwickaus – seit 1935 Dom St. Marien Zwickau – Stand der Bauerhaltung von Kirchenschiff und Chorraum
Jäger, Wolfram (editor) / Kühn, Michael (author)
MAUERWERK KALENDER 2017 ; 161-179
2017-04-10
19 pages
Article/Chapter (Book)
Electronic Resource
German
UB Braunschweig | 1991
|Sanierungsmaßnahmen am Dom St. Marien in Zwickau
Wiley | 2004
|Hannover, Ev.-luth. Gartenkirche St. Marien
UB Braunschweig | 2006
|Fachthemen - Sanierungsmassnahmen am Dom St. Marien in Zwickau
Online Contents | 2004
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