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Phosphororganische Flammschutzmittel in Innenräumen
Der Einsatz von Flammschutzmitteln ist bei vielen Produkten aus Sicherheitsgründen unverzichtbar. Um auch Gesundheitsaspekte von Produkten für den Innenraum ausreichend berücksichtigen zu können, werden detaillierte Informationen über die möglichen Auswirkungen einer Anwendung benötigt. Besonders betrifft dies die Freisetzung von Flammschutzmitteln in Innenräumen unter normalen Nutzungs- und Wohnbedingungen. Viele gängige Flammschutzmittel sind als Gefahrstoffe klassifiziert oder müssen als potentiell gesundheitsgefährdend angesehen werden, so dass mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen bei inhalativer, oraler oder dermaler Aufnahme zu evaluieren sind. Viele Produkte unterliegen regelmäßigen Qualitätskontrollen bezüglich ihrer Freisetzung von VOC (Volatile Organic Compounds) und VVOC (Very Volatile Organic Compounds). Betrachtet werden phosphororganische Verbindungen (POV), die aufgrund ihres Siedepunktes zu den Gruppen der VOC und SVOC gehören. Die Exposition erfolgt inhalativ und oral über luftgetragene Partikel bzw.oral und dermal über sedimentierten Staub. Zur Gefährdungsbeurteilung ist die Erhebung vieler Parameter erforderlich. So wird zunächst das Ergebnis einer Hausstaubuntersuchung mit Referenzwerten verglichen. Diese Innenraumuntersuchungen werden meist durch Materialanalysen ergänzt. Methode der Wahl ist hier das Prüfkammerverfahren. Die Ergebnisse von Prüfkammermessungen an elektronischen Geräten werden ausführlich beschrieben. Zur Interpretation von Expositionsdaten und zur Risikoabschätzung sind toxikologisch begründete Parameter notwendig. Diese werden in der Regel aus tierexperimentellen Studien auf den Menschen übertragen. So bezeichnet der NOEL (No Observed Effect Level) die Dosis, die bei chronischer Exposition zu keinerlei Schädigungen führt. Der NOAEL (No Observed Adverse Effect Level) berücksichtigt dagegen nur die schädigenden Auswirkungen bzw. ihr Fehlen. Der NOAEL liegt damit höher als der NOEL. Aus NOEL und NOAEL lässt sich der ADI-Wert (Acceptable Daily Intake), also die duldbare
Phosphororganische Flammschutzmittel in Innenräumen
Der Einsatz von Flammschutzmitteln ist bei vielen Produkten aus Sicherheitsgründen unverzichtbar. Um auch Gesundheitsaspekte von Produkten für den Innenraum ausreichend berücksichtigen zu können, werden detaillierte Informationen über die möglichen Auswirkungen einer Anwendung benötigt. Besonders betrifft dies die Freisetzung von Flammschutzmitteln in Innenräumen unter normalen Nutzungs- und Wohnbedingungen. Viele gängige Flammschutzmittel sind als Gefahrstoffe klassifiziert oder müssen als potentiell gesundheitsgefährdend angesehen werden, so dass mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen bei inhalativer, oraler oder dermaler Aufnahme zu evaluieren sind. Viele Produkte unterliegen regelmäßigen Qualitätskontrollen bezüglich ihrer Freisetzung von VOC (Volatile Organic Compounds) und VVOC (Very Volatile Organic Compounds). Betrachtet werden phosphororganische Verbindungen (POV), die aufgrund ihres Siedepunktes zu den Gruppen der VOC und SVOC gehören. Die Exposition erfolgt inhalativ und oral über luftgetragene Partikel bzw.oral und dermal über sedimentierten Staub. Zur Gefährdungsbeurteilung ist die Erhebung vieler Parameter erforderlich. So wird zunächst das Ergebnis einer Hausstaubuntersuchung mit Referenzwerten verglichen. Diese Innenraumuntersuchungen werden meist durch Materialanalysen ergänzt. Methode der Wahl ist hier das Prüfkammerverfahren. Die Ergebnisse von Prüfkammermessungen an elektronischen Geräten werden ausführlich beschrieben. Zur Interpretation von Expositionsdaten und zur Risikoabschätzung sind toxikologisch begründete Parameter notwendig. Diese werden in der Regel aus tierexperimentellen Studien auf den Menschen übertragen. So bezeichnet der NOEL (No Observed Effect Level) die Dosis, die bei chronischer Exposition zu keinerlei Schädigungen führt. Der NOAEL (No Observed Adverse Effect Level) berücksichtigt dagegen nur die schädigenden Auswirkungen bzw. ihr Fehlen. Der NOAEL liegt damit höher als der NOEL. Aus NOEL und NOAEL lässt sich der ADI-Wert (Acceptable Daily Intake), also die duldbare
Phosphororganische Flammschutzmittel in Innenräumen
Salthammer, Tunga (Autor:in)
2004
14 Seiten, 4 Bilder, 7 Tabellen, 34 Quellen
Aufsatz (Konferenz)
Deutsch
Phosphororganische Flammschutzmittel: Produkte, Anwendungen und Trends
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