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Pumpspeicherwerk Kops II - Geologie, Planung und Felsmechanik der Maschinenkaverne
Mit einem Gesamtquerschnitt von 1500 m2 im Vollausbruch stellen der Bau der Maschinenkaverne des Kopswerks II und die Festlegung des Ausbruchs- und Sicherungskonzepts eine große Herausforderung in felsmechanischer Hinsicht dar. Für die Erkundung der Gebirgsverhältnisse wurde ein rd. 290 m langer Sondierstollen aufgefahren. Rotationskernbohrungen, In-situ- und Laborversuche zur Festlegung der bestimmenden Gebirgskennwerte rundeten das im Verhältnis zur Anlagengröße gering gehaltene Versuchsprogramm ab. Hauptaugenmerk der felsmechanischen Überlegungen und Berechnungen galt den maßgeblichen Einflussgrößen von Gebirge und Ausbruchabfolge und deren Auswirkungen auf das Gesamttrag-, Verformungs- und Stabilitätsverhalten des Hohlraums. Ausgeführt wurden FE-Berechnungen und Kluftkörperberechnungen an zwei- und dreidimensionalen Modellen. Zur baubegleitenden Kontrolle des Deformationsverhaltens des Gebirges wurde ein geotechnisches Mess- und Überwachungsprogramm erstellt. Die laufende Auswertung aller Messdaten sowie die geologische Aufnahme und der Vergleich mit den prognostizierten Werten gaben zu keinem Zeitpunkt Anlass, das vorgegebene Ausbruch- und Sicherungskonzept zu ändern und bestätigten die Richtigkeit der getroffenen Annahmen. Im Dezember 2005 konnten plangemäß die Ausbrüche aller Felshohlräume des Krafthauses und aller Nebenanlagen ohne Zwischenfälle und Überraschungen fertiggestellt werden.
The excavation of the underground powerhouse of the Kopswerk II with a total cross section of 1500 m(ex 2) is undoubtedly a great challenge. A 290 m long tunnel was excavated for exploration purposes of the rock mass. The investigation programme consists of rotary drills, in situ and laboratory tests to determine the most relevant properties of the rock mass. The main issue of the rock mechanical considerations and numerical calculations was to determine the most relevant parameters of rock mass and construction sequence of excavation with regard on their influence of the overall deformation, stability and failare mode behaviour of the structure. Numerical analysis by mean of the Finite Element Method as well as rockfall, sliding and stability calculation were carried out in 2D- und 3D-systems. Deformations were measured by optical survey. The continuous analysis of the recorded data together with the geological observation proofed the correctness of all assumptions which had been assessed in the design stage. After one year of construction all excavations of the underground powerhouse and adjacent underground constructions were completed in schedule.
Pumpspeicherwerk Kops II - Geologie, Planung und Felsmechanik der Maschinenkaverne
Mit einem Gesamtquerschnitt von 1500 m2 im Vollausbruch stellen der Bau der Maschinenkaverne des Kopswerks II und die Festlegung des Ausbruchs- und Sicherungskonzepts eine große Herausforderung in felsmechanischer Hinsicht dar. Für die Erkundung der Gebirgsverhältnisse wurde ein rd. 290 m langer Sondierstollen aufgefahren. Rotationskernbohrungen, In-situ- und Laborversuche zur Festlegung der bestimmenden Gebirgskennwerte rundeten das im Verhältnis zur Anlagengröße gering gehaltene Versuchsprogramm ab. Hauptaugenmerk der felsmechanischen Überlegungen und Berechnungen galt den maßgeblichen Einflussgrößen von Gebirge und Ausbruchabfolge und deren Auswirkungen auf das Gesamttrag-, Verformungs- und Stabilitätsverhalten des Hohlraums. Ausgeführt wurden FE-Berechnungen und Kluftkörperberechnungen an zwei- und dreidimensionalen Modellen. Zur baubegleitenden Kontrolle des Deformationsverhaltens des Gebirges wurde ein geotechnisches Mess- und Überwachungsprogramm erstellt. Die laufende Auswertung aller Messdaten sowie die geologische Aufnahme und der Vergleich mit den prognostizierten Werten gaben zu keinem Zeitpunkt Anlass, das vorgegebene Ausbruch- und Sicherungskonzept zu ändern und bestätigten die Richtigkeit der getroffenen Annahmen. Im Dezember 2005 konnten plangemäß die Ausbrüche aller Felshohlräume des Krafthauses und aller Nebenanlagen ohne Zwischenfälle und Überraschungen fertiggestellt werden.
The excavation of the underground powerhouse of the Kopswerk II with a total cross section of 1500 m(ex 2) is undoubtedly a great challenge. A 290 m long tunnel was excavated for exploration purposes of the rock mass. The investigation programme consists of rotary drills, in situ and laboratory tests to determine the most relevant properties of the rock mass. The main issue of the rock mechanical considerations and numerical calculations was to determine the most relevant parameters of rock mass and construction sequence of excavation with regard on their influence of the overall deformation, stability and failare mode behaviour of the structure. Numerical analysis by mean of the Finite Element Method as well as rockfall, sliding and stability calculation were carried out in 2D- und 3D-systems. Deformations were measured by optical survey. The continuous analysis of the recorded data together with the geological observation proofed the correctness of all assumptions which had been assessed in the design stage. After one year of construction all excavations of the underground powerhouse and adjacent underground constructions were completed in schedule.
Pumpspeicherwerk Kops II - Geologie, Planung und Felsmechanik der Maschinenkaverne
Excavation and support of the powerhouse cavern
Netzer, Elmar (Autor:in) / Pürer, Ernst (Autor:in)
Felsbau ; 24 ; 40-46
2006
7 Seiten, 8 Bilder, 2 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
Kaverne , Kaverne (Kraftwerk) , Geologie , Gebirge , Fels , Trennfläche , Tektonik , Erkundung , Bohrung (Erdmantel) , Felsmechanik , mechanische Spannung , Berechnung , Deformation , Finite-Elemente-Methode , Verschiebung , Überwachung , Hohlraum , Stabilität , Standfestigkeit , Sicherheit , Konzeption , Pumpspeicherkraftwerk , Österreich , Untergrundbauwerk , Geotechnik
Pumpspeicherwerk Kops II - Ausbruch und Sicherung der Maschinenkaverne
Tema Archiv | 2006
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