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Die thermisch eingeprägte Druckvorspannung an den Glasoberflächen von teilvorgespanntem Glas (TVG) bzw. Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) ist die maßgebende Bemessungsgröße der Beanspruchbarkeit beim Bauen mit Glas im konstruktiven Ingenieurbau. Demzufolge wurde die thermisch eingeprägte Vorspannung numerisch untersucht (zeitechte FE-Simulation) und spannungsoptisch vermessen. Das vorgestellte Bemessungskonzept unterscheidet vier Zonen einer Flachglasscheibe sowie eine Plattenbeanspruchung ('schwache Achse') und Scheibenbeanspruchung ('starke Achse'), wobei sich die Gesamtfestigkeit aus einem Anteil der Glaseigenfestigkeit und einem Anteil der Vorspannung additiv zusammensetzt. Da die schützende Druckvorspannung unter Gebrauchslasten (gamma = 1.0) nicht überschritten wird, kann bei TVG bzw. ESG auf die Einführung von bruchmechanischen Faktoren für den Anteil aus der Glaseigenfestigkeit verzichtet werden, da die Lasten keine Zugbeanspruchung an den Oberflächen hervorrufen. Aus baurechtlicher Sicht kann die Erarbeitung von genormten Glasfestigkeitswerten, die auch Kanten- und Bohrungsfestigkeitswerte beinhalten, das derzeit erforderliche Verfahren zur Erlangung einer Zustimmung im Einzelfall (ZiE) erleichtern.
Die thermisch eingeprägte Druckvorspannung an den Glasoberflächen von teilvorgespanntem Glas (TVG) bzw. Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) ist die maßgebende Bemessungsgröße der Beanspruchbarkeit beim Bauen mit Glas im konstruktiven Ingenieurbau. Demzufolge wurde die thermisch eingeprägte Vorspannung numerisch untersucht (zeitechte FE-Simulation) und spannungsoptisch vermessen. Das vorgestellte Bemessungskonzept unterscheidet vier Zonen einer Flachglasscheibe sowie eine Plattenbeanspruchung ('schwache Achse') und Scheibenbeanspruchung ('starke Achse'), wobei sich die Gesamtfestigkeit aus einem Anteil der Glaseigenfestigkeit und einem Anteil der Vorspannung additiv zusammensetzt. Da die schützende Druckvorspannung unter Gebrauchslasten (gamma = 1.0) nicht überschritten wird, kann bei TVG bzw. ESG auf die Einführung von bruchmechanischen Faktoren für den Anteil aus der Glaseigenfestigkeit verzichtet werden, da die Lasten keine Zugbeanspruchung an den Oberflächen hervorrufen. Aus baurechtlicher Sicht kann die Erarbeitung von genormten Glasfestigkeitswerten, die auch Kanten- und Bohrungsfestigkeitswerte beinhalten, das derzeit erforderliche Verfahren zur Erlangung einer Zustimmung im Einzelfall (ZiE) erleichtern.
Die Bestimmung der Festigkeit thermisch vorgespannter Gläser
Laufs, W. (author)
2000
30 Seiten, 24 Bilder, 8 Tabellen, 20 Quellen
Conference paper
German
Die Bestimmung der Festigkeit thermisch vorgespannter Glaser
British Library Conference Proceedings | 2000
|Glasfestigkeit thermisch vorgespannter Gläser im Bohrungsbereich
IuD Bahn | 2001
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