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Freisetzung und Bewertung von phosphororganischen Flammschutzmitteln/Weichmachern
Ohne Flammschutzmittel (FSM) zur Verminderung der Entflammbarkeit von Kunststoffen, Textilien oder Holzwerkstoffen wären die notwendigen Brandschutzmaßnahmen beim Einsatz leicht entflammbarer Materialien in Innenräumen schwer zu erreichen. Relevant für die Innenlufthygiene werden FSM dadurch, dass sie im Innenraum unter normalen Nutzungsbedingungen freigesetzt werden können und Raumnutzer über die Pfade 'Hausstaub' und 'Innenraumluft' exponiert werden können. Dadurch kann es bei der Anwendung von Flammschutzmitteln im Hinblick auf Produktanforderungen an die Sicherheit einerseits und an Hygiene/Gesundheitsschutz andererseits zu einem Zielkonflikt kommen. Am Beispiel von Pkw und elektronischen Geräten, die aus Sicherheitsgründen flammhemmend ausgerüstet sind, wurde das Freisetzungsverhalten von 'nicht reaktiven' FSM näher untersucht. Die Ergebnisse der Pkw Untersuchung zeigen, dass unter den extremen klimatischen Randbedingungen von Prüfstandsuntersuchungen messbare Konzentrationen an POV (phosphororganische Verbindungen) im Fahrzeuginnenraum nachweisbar sein können. Es ist aber zu bedenken, dass die Lufttemperatur und der Luftwechsel im Fahrzeuginnenraum bei einer Prüfstandsuntersuchung und einer Messung in Fahrt grundsätzlich verschieden sind. Die toxikologische Beurteilung der POV Konzentrationswerte erfolgt auf der Basis der Richtwerte RW I und RW II für diese Verbindungsklasse. Bei elektronischen Geräten können anhand der Ergebnisse von Prüfkammermessungen spezifische Emissionsraten errechnet werden, auf deren Basis wiederum für einen Modellraum eine theoretische Raumluftkonzentration abgeleitet werden kann. Auf diesem Wege können im Rahmen von Expositionsbetrachtungen Ergebnisse von Prüfkammeruntersuchungen mit Innenraumrichtwerten in Relation gebracht werden. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass elektronische Geräte häufig in Kombination mit anderen Geräten zum Einsatz kommen, die vergleichbare Substanzen emittieren können. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die POV Emissionen der einzelnen Geräte zu theoretischen Raumluftkonzentrationen führen, die weit unterhalb von RW I liegen.
Freisetzung und Bewertung von phosphororganischen Flammschutzmitteln/Weichmachern
Ohne Flammschutzmittel (FSM) zur Verminderung der Entflammbarkeit von Kunststoffen, Textilien oder Holzwerkstoffen wären die notwendigen Brandschutzmaßnahmen beim Einsatz leicht entflammbarer Materialien in Innenräumen schwer zu erreichen. Relevant für die Innenlufthygiene werden FSM dadurch, dass sie im Innenraum unter normalen Nutzungsbedingungen freigesetzt werden können und Raumnutzer über die Pfade 'Hausstaub' und 'Innenraumluft' exponiert werden können. Dadurch kann es bei der Anwendung von Flammschutzmitteln im Hinblick auf Produktanforderungen an die Sicherheit einerseits und an Hygiene/Gesundheitsschutz andererseits zu einem Zielkonflikt kommen. Am Beispiel von Pkw und elektronischen Geräten, die aus Sicherheitsgründen flammhemmend ausgerüstet sind, wurde das Freisetzungsverhalten von 'nicht reaktiven' FSM näher untersucht. Die Ergebnisse der Pkw Untersuchung zeigen, dass unter den extremen klimatischen Randbedingungen von Prüfstandsuntersuchungen messbare Konzentrationen an POV (phosphororganische Verbindungen) im Fahrzeuginnenraum nachweisbar sein können. Es ist aber zu bedenken, dass die Lufttemperatur und der Luftwechsel im Fahrzeuginnenraum bei einer Prüfstandsuntersuchung und einer Messung in Fahrt grundsätzlich verschieden sind. Die toxikologische Beurteilung der POV Konzentrationswerte erfolgt auf der Basis der Richtwerte RW I und RW II für diese Verbindungsklasse. Bei elektronischen Geräten können anhand der Ergebnisse von Prüfkammermessungen spezifische Emissionsraten errechnet werden, auf deren Basis wiederum für einen Modellraum eine theoretische Raumluftkonzentration abgeleitet werden kann. Auf diesem Wege können im Rahmen von Expositionsbetrachtungen Ergebnisse von Prüfkammeruntersuchungen mit Innenraumrichtwerten in Relation gebracht werden. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass elektronische Geräte häufig in Kombination mit anderen Geräten zum Einsatz kommen, die vergleichbare Substanzen emittieren können. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die POV Emissionen der einzelnen Geräte zu theoretischen Raumluftkonzentrationen führen, die weit unterhalb von RW I liegen.
Freisetzung und Bewertung von phosphororganischen Flammschutzmitteln/Weichmachern
Wensing, Michael (author)
2004
20 Seiten, 17 Bilder, 5 Tabellen, 23 Quellen
Conference paper
German
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