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Die Maschinen- und Antriebstechnik der größten Drehbrücke der Welt über den Suez-Kanal bei El-Ferdan
Die Drehbrücke über den Suez-Kanal bei El-Ferdan steht seit Oktober 2001 für den Verkehr zur Verfügung. Es handelt sich um eine doppelarmige Drehbrücke mit einer Spannweite von 167 m. Beide Drehbrücken haben Kragarme von 170 m und 150 m Länge, wobei der längere Kragarm über den Kanal einschwenkt. Jede der beiden Brücken wird durch einen Mittelzapfen von 1300 mm Durchmesser und 3270 mm Länge aus St 52-3 geführt, der mit dem Fundamentpfeiler fest verbunden ist. An diesem Zapfen sind die Rollenträger für die Laufrollen gelagert, so dass eine vollkommen zentrische Bewegung der Brücken gewährleistet ist. Für die Funktionsfähigkeit der Kegelrollendrehverbindung der Drehbrücke sind die Interaktionen zwischen Rolle und Laufbahn maßgeblich. Ausschlaggebendes Kriterium für die Bemessung dieser beiden Elemente ist die Hertzsche Pressung im Kontaktbereich zwischen Rolle und Laufbahn. Eine Lebensdauerabschätzung für die Rollendrehverbindung erforderte die Berechnung auf der Grundlage eines Beanspruchungskollektivs, das einer Wöhlerlinie gegenübergestellt wurde. Das Bindeglied zwischen der Wöhlerlinie und dem Lastkollektiv stellt die Schädigungrechnung dar. Zur Ausführung der Drehbewegung sind bei beiden Brückenauslegern am Drehkranz jeweils zwei um 180 deg versetzte Antriebe angeordnet. Jedes Triebwerk besteht aus einem Drehstrom-Käfigläufermotor mit einer Nennleistung von 55 kW und einer Nenndrehzahl von 735 min-1, der über ein dreistufiges Planetengetriebe mit einer vorgeschalteten Kegelradstufe das Antriebsmoment auf das Ritzel überträgt. Das betriebsmäßige Bremsen erfolgt elektrisch. Zusätzlich zu dieser elektrischen Betriebsbremse ist jeder Antriebsstrang mit zwei hydraulischen Scheibenbremsen versehen, die im wesentlichen als Haltebremse und Not-- bremse fungieren. Zur Sicherung der ruhenden Brücken in Parkposition und in geschlossener Stellung befinden sich an den landseitigen Enden der Brücken Endverriegelungseinrichtungen und in der Mitte der Brücke die Mittenverriegelungen. Die Steuerung und Überwachung sämtlicher Brückenfunktionen erfolgt dem Stand der Technik entsprechend über eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS).
Die Maschinen- und Antriebstechnik der größten Drehbrücke der Welt über den Suez-Kanal bei El-Ferdan
Die Drehbrücke über den Suez-Kanal bei El-Ferdan steht seit Oktober 2001 für den Verkehr zur Verfügung. Es handelt sich um eine doppelarmige Drehbrücke mit einer Spannweite von 167 m. Beide Drehbrücken haben Kragarme von 170 m und 150 m Länge, wobei der längere Kragarm über den Kanal einschwenkt. Jede der beiden Brücken wird durch einen Mittelzapfen von 1300 mm Durchmesser und 3270 mm Länge aus St 52-3 geführt, der mit dem Fundamentpfeiler fest verbunden ist. An diesem Zapfen sind die Rollenträger für die Laufrollen gelagert, so dass eine vollkommen zentrische Bewegung der Brücken gewährleistet ist. Für die Funktionsfähigkeit der Kegelrollendrehverbindung der Drehbrücke sind die Interaktionen zwischen Rolle und Laufbahn maßgeblich. Ausschlaggebendes Kriterium für die Bemessung dieser beiden Elemente ist die Hertzsche Pressung im Kontaktbereich zwischen Rolle und Laufbahn. Eine Lebensdauerabschätzung für die Rollendrehverbindung erforderte die Berechnung auf der Grundlage eines Beanspruchungskollektivs, das einer Wöhlerlinie gegenübergestellt wurde. Das Bindeglied zwischen der Wöhlerlinie und dem Lastkollektiv stellt die Schädigungrechnung dar. Zur Ausführung der Drehbewegung sind bei beiden Brückenauslegern am Drehkranz jeweils zwei um 180 deg versetzte Antriebe angeordnet. Jedes Triebwerk besteht aus einem Drehstrom-Käfigläufermotor mit einer Nennleistung von 55 kW und einer Nenndrehzahl von 735 min-1, der über ein dreistufiges Planetengetriebe mit einer vorgeschalteten Kegelradstufe das Antriebsmoment auf das Ritzel überträgt. Das betriebsmäßige Bremsen erfolgt elektrisch. Zusätzlich zu dieser elektrischen Betriebsbremse ist jeder Antriebsstrang mit zwei hydraulischen Scheibenbremsen versehen, die im wesentlichen als Haltebremse und Not-- bremse fungieren. Zur Sicherung der ruhenden Brücken in Parkposition und in geschlossener Stellung befinden sich an den landseitigen Enden der Brücken Endverriegelungseinrichtungen und in der Mitte der Brücke die Mittenverriegelungen. Die Steuerung und Überwachung sämtlicher Brückenfunktionen erfolgt dem Stand der Technik entsprechend über eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS).
Die Maschinen- und Antriebstechnik der größten Drehbrücke der Welt über den Suez-Kanal bei El-Ferdan
Schlecht, B. (Autor:in)
2005
56 Seiten, 49 Bilder, 11 Tabellen, 35 Quellen
Aufsatz (Konferenz)
Deutsch
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